Sonntag, 21. August 2011

Das war knapp

Heute auf dem Weg von Breisach nach Strasbourg bin ich knapp dem Test meiner Regenausrüstung entgangen. Siehe Video vom Regenradar; um 12:45 Uhr war ich knapp unterhalb dem roten Bölleli (Strasbourg). Noch mal Schwein gehabt....


Doch irgendwann wird mich verregnen, da bin ich mir sicher - leider! Aus irgendeinem Grund schleppe ich schliesslich 1,3 kg Regenausrüstung mit (Ok, die Hälfte davon ist eine Jacke - die kann man auch gebrauchen wenn's kühl ist.)

Samstag, 20. August 2011

Tag 2 - Heiss und langweilig

Der Titel mag vielleicht etwas negativ klingen, beschreibt das "Erfahrene" jedoch nur von der schlechten Seite. Die glücklichen Momente überwiegen.

Von Basel ging's heute zum ersten Mal über den Rhein auf die rechte, deutsche Seite: Zuerst durch Basler, dann durch deutsches Hafengelände und öder Industrie. Nach ca. 15 Km erblickte ich zum ersten Mal den "deutschen" Ur-Rhein. Der Rhein ist kurz nach Basel zweigeteilt: links geht's in den Canale d'Alsace (relativ öde, dort fahren die Schiffe), rechts ist er noch in seinem ursprünglichen Flussbeet, was natürlich viel schöner ist. Besonders hier bei Istein:

Isteiner Schwellen - die Bäume im Hintergrund verstehen nur französisch bzw. elsässisch






Danach sah ich nicht mehr viel vom Fluss. Dieser war ein paar Meter weiter unten, abgetrennt durch "Überflutungswald". Die Strecke war ziemlich eintönig: gut 45 Km waren so zurückzulegen. Dies sah ungefähr aus wie auf dem folgenden Bild:

Irgendwo im nirgendwo zwischen Neuenburg und Breisach













Kurz vor Breisach sah man dann den Rhein wieder in voller Breite:

Rhein vor Breisach - im Hintergrund ist Brücke nach Frankreich zu sehen













Verdammt heiss war es. Mein Thermometer auf dem Velo-Computer zeigte an obigen Ort fast 38 Grad Celsius an. Allerdings nach ein paar Minuten brutzeln an der Sonne. Effektiv und offiziell im Schatten waren's wohl ein paar Grad weniger, aber immer noch genug.

Zur Beruhigung: die rechte obere Zahl ist der Puls, nicht die daneben - 170 wäre doch etwas zu viel des guten...


Froh bei diesen Temperaturen in Breisach angekommen zu sein, machte ich mich nach einer Erfrischungsdusche auf eine Erkundungstour. Dies der Blick von der Münster Platform über den Rhein Richtung Westen:





Den Abend verbrachte ich mit Blog schreiben. Natürlich nicht ohne vorher richtig zu essen (Argentinisches Entrecote mit Pommes - perfekt!) und diese kitschigen Abendstimmung zu verewigen:














Erste Anzeichen von wunden Stellen an exponierten Körperteilen zeichnen sich bereits ab - bin gespannt, wie ich bzw. meine Sitzhaut die morgigen 80 Km nach Strasbourg überstehen werden. Ich gehe jetzt noch ein bisschen cremelen...

Tag 1 - Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes

Am Freitag ging's nun endlich los. Endlich Fahrtwind, endlich Sonne, endlich die Sosse aus Schweiss und Sonnencreme auf den Armen, ... wie ich mich auf jenen Moment freute in die Pedalen zu treten. Mit gut 13  Kilogramm Gepäck, 5 Unterhosen, zwei Rad-Shirts und 2 Liter Wasser (und natürlich noch ein paar anderen Sachen, dazu in einem andern Blog-Eintrag mehr) startete ich am Freitag um 15 Uhr in Aarau direkt vor meiner Haustür. Ein kleines psychologisches Goodie - danach kann ich sagen, von zu Hause ans Meer geradelt zu sein. Ursprünglich wäre nämlich geplant gewesen, am Samstag den Zug nach Basel zu nehmen und von dort aus starten. Dies hätte bedeutet, noch einen Tag länger zu warten und vermutlich noch einen Tag zu arbeiten. Doch ich durfte freundlicherweise bei Samuel Hufschmid, einem Gesellschafter-Kollegen von hockeyfans.ch, in einer netten Basler Altbau-Wohnung übernachten. Danke nochmals an dieser Stelle!

Von Aarau aus ging's also los, just als es vermutlich am heissesten war diesem Tag. Die Strecke führte mich durch bekanntest Terrain nach der Aare entlang nach Umiken bei Brugg und von dort auf den Bözberg, dem Höhepunkt (569 M.ü.M.) im wörtlichen Sinn dieser Tour. Von da an geht's nämlich nur runter. Zuerst circa 300 Höhenmeter hinunter nach Basel, wo mich Sämi am Bahnhof abholte. Total waren es 75 Kilometer bei 30 Grad Celsius und mehr. Doch das ist noch nichts, was die Temperatur betrifft, wie ich am Folgetag feststellen durfte...

Mit Sämi ging's dann gleich auf dem Radel weiter in einen Park, um ein paar Partien Kubb zu spielen. Kubb? Dies ist ein über 2000 Jahre altes Spiel aus Schweden. Sam war eben an der Kubb-Weltmeisterschaft auf einer schwedischen Insel und wurde dritter mit seiner Clique. Er selbst ist die Nummer 2 der Schweiz! Als es dunkel wurde und alle Würste vom Grill gegessen waren, dieser wunderbare Abend und damit der ganze tolle Tag auf Sämis Sofa schläfrig zu Ende.

Weitere Höhepunkte folgen mit Sicherheit...

 Das erste Foto von mir und meinem beladenen Velo - Im Hintergrund der Rhein (nicht sichtbar) - aufgenommen bei Kaiseraugst

Panorama vom Bözberg, genauer von den Vier Linden, Richtung Süden. Das graue in der Bild-Mitte sind die Jura-Cement-Anlagen in Wildegg.

Sam in Kubb-Action, genauer gesagt beim Klötzlen (beachte das L): Er beherrscht das wie kein Zweiter. Mein Job als Flitz-Pfiffe (Anfänger) war es, möglichst alle Klötze in der Mitte des Spielfelds mit meinen zwei Würfen abzuräumen. Ein idealer "Job" für einen Rookie.