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Montag, 5. Januar 2015

In 15 Tagen von Bangkok nach Kuala Lumpur

Bereits eine Woche ist vergangen seit unserer Ankunft in Kuala Lumpur. Hier noch ein paar Zahlen und Fakten zur "letztjährigen" Tour:
  • 14. - 29. Dezember 2014
  • Etappen: 14, plus eine Mini-Etappe auf Ko Lanta
  • Distanz: 1750 km, 125 km pro Etappe
  • Dauer im Sattel: 2 Tage, 17 Stunden
  • Dauer unterwegs (mit Pausen): 3 Tage und 16 Stunden
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 27.1 km/h (ohne Pause, mit Pausen: 19.8 km/h)
  • Höhenmeter: 6'300 m
  • Durchschnittsleistung (gemäss Strava): 131 W
  • Puls (Schnitt): 123 bpm
  • Kalorienverbrauch: 31'200 - 34'800 (je nach Quelle)
  • Gewichtsveränderung: -1.9 kg (*)
    • -0.5 kg Fettmasse
    • -0.7 kg Muskeln
    • -0.7 kg Wasser
  • Highlight: Essen
  • Lowlight: Regen
  • Wetter: in Thailand mehrheitlich sonnig und warm (>30°C), in der zweiten Hälfte und insb. ab Malaysia viel Regen und nicht mehr so warm (<25°C)
  • 3 Dinge, die ich nicht mehr mitnehmen würde
    • 3 paar kurze Hosen
    • Schloss
    • Garmin 510
  • 3 Dinge, die ich vermisst habe
*) Muskelmasse besteht zu 80% aus Wasser und nur zu 20% aus Proteinen und Fett ist ein Viertel auch "nur" Wasser - so gesehen geht die Rechung auf. Was mir mehr Sorgen macht, ist dass ich trotz 3-6 Stunden beinahe täglichem Radeln fast ein Kilogramm Muskeln verloren habe :-)


Freitag, 2. Januar 2015

Reisealphabet Bangkok - Kuala Lumpur


Die Ferien sind vorbei. In knapp 2 Stunden bringt mich Lufthansa in den Winter. Freue mich! Die vergangenen 3 Wochen möchte ich mit einem Reisealphabet zusammenfassen:

A: Apidura
So heisst der Hersteller meines Leichtgewichtgepäcks. Leider nicht wasserdicht wie beworben. Musste auf Mülltüten zurück greifen.

B: Biagio
Biagio Colletto hiess mein Begleiter und Reiseführer ;-)

C: Continental
Reifenhersteller. Offenbar besser als Schwalbe, den Biagio hatten keinen Platten mit diesen. Ich hingegen mit meinem Schwalbe Durano einen. 

D: Datenabo 
Brauchte drei Stück: erst 50, dann 200 und schliesslich 1000 MB. Hatte keine Lust auf ständigen SIM-Kartenwechsel mit einer lokalen Prepaid-Karte aus dem 7-Eleven-Shop. 

E: Essen
Kulinarisch kommt man auf seine Kosten. Nur einmal schlecht gegessen. (Und nun ein zweites Mal bei KFC am Flughafen.). An die Schärfe gewöhnt man sich schnell. Thailändisch, Malaysisch, Indonesisch, Chinesisch und Indisch. Nie Western Food. 

F: Fahrrad
Mein Trek Domane hielt den Belastungen stand. (Nicht selbstverständlich nach der letzten Tour.) Übersteht es auch die Rückreise im Karton?

G: Garmin 1000
Irgendwo auf der Strasse zwischen Khiri Khan und Bang Saphan liegt Biagios Velocomputer

H: Höhenmeter
Machten wir man nicht viele. Wir waren maximal auf 320 Meter über Meer. Insgesamt waren es etwa 6000 hm verteilt auf 1750 km, was 0.3 % durchschnittlicher Steigung entspricht.

I: Idioten
Gibt es leider überall. Nicht die Autofahrer - die waren sehr rücksichtsvoll und geduldig - sondern ein Rollerfahrer, der mich überholte und dessen Beifahrer, der mich absichtlich bei Überholen gehauen hatte :-( Ist aber nichts passiert, ausser einem gehörigen Schreckmoment und einem Beinahesturz der beiden Deppen. 

J: Jahrhunderthochwasser
Das musste in Malaysia ausgerechnet während unserer Zeit stattfinden :-)

K: Komoot 
App um unterwegs Touren zu planen. Nach Biagios Verlust des Garmins sehr hilfreich, v.a. ab Malaysia, wo es deutlich mehr Strassen gibt. Funktioniert sehr gut. Gibt nächste Abzweigung, Strassentyp und -Belag sowie Höhenmeter an. Kann ich sehr empfehlen. Allerdings nur mit Zusatzakku ;-)


L: Laundry Service
Praktisch wenn man nach Ankunft im Hotel seine Wäsche nicht selbst machen muss.

M: Massage
In Thailand gehört eine Massage nach einem langen Radtag einfach dazu. Eine fragte mich, nachdem sie meine Beine massiert hatte, ob ich professioneller Radfahrer bin ... (Dafür müsste ich aber noch 20 kg abnehmen :-)

N: Natel
Unverzichtbar. Für beide!

O: Ortlieb
Biagios Taschen bestanden der Dichtigkeitstest

P: Pech
Konzentrierte sich vorwiegend auf meinen Reisepartner (Verspätete Ankunft seines Rads, Speichenbruch, Garmin verloren, Sitzprobleme, ...)

Q: Qualen
Hatte ich nur zu Beginn, als ich mit der Hitze nicht zu Recht gekommen war

R: Regen
Leider zu viel

S: Strassen
In Thailand alle in Topzustand, auch Nebenstrassen. Wenig Verkehr. In Malaysia leiden die Strassen unter dem starken Verkehr. 

T: Titan
Falls jemand einen Massvelo aus Titan braucht, ich kenne da jemanden ;-) - http://www.hilite-bikes.com

U: Urwald
Gabs leider etwas wenig zu sehen. Viele Palmöl- und Gummibaumplantagen. 

V: Verkehr
Siehe Strassen

W: Winter
Gabs nur Zuhause - wird leider wieder wegeregnet :-(

X: Xmas
Konnte dem Weihnachtskitsch leider nicht entfliehen - immerhin: der Weihnachtsbaum im Hotel in KL war echt und duftete fein. 

Y: Yeah
Ausdruck der Freude beim erreichen des Ziels

Z: Zukunft
Habe einige Pläne im Kopf - möchte aber noch nichts verraten ...


Donnerstag, 25. Dezember 2014

Schöne Bescherung

Wir waren beide skeptisch, ob Biagios Hinterrad bis Kuala Lumpur halten würde. Bereits vor dem ersten Ruhetag riss eine Speiche. Dieser Schaden konnte noch in Ao Nang behoben werden. Dies geschah vor rund 5 Tagen. Doch wenn mal das sensible Gleichgewicht der Speichenspannung gestört ist, dauert es normalerweise nicht lange, bis die nächste reisst. 

50 km nach dem Grenzübertritt nach Malaysia passierte es. "Kling" machte es und der Spass an diesem langen Tag wurde durch Stress ersetzt. Auf den letzten 30 km bis zum Hotel redeten wir nur noch das nötigste. Im Hotel angekommen deponierten wir unser Gepäck und machten uns leichtgewichtig auf die Suche nach einem vernünftigen Bike-Shop in Alor Setar. Der vom Concierge angegebene Shop existierte leider nicht (oder wir hatten nicht richtig zugehört). Wir hatten schon resigniert den Rückweg zur Unterkunft angetreten, als Biagio einen Biker auf einem netten 29er-Mountainbike erblickte. 

"Mister, please tell us the way to the best bike stop in town!" Er sagte bloss, wir sollen ihm folgen. Es sei nur einen Kilometer von hier. Aus einem Kilometer wurden 4 und folgen konnten wir ihm auch nur dank Zusatzeffort. Schliessleich erreichten wir den Specialized Shop kurz vor Ladenschluss. Nach einigen Verhandlungen entschied sich Biagio dann sich für den stabileren, aber etwas überteuerten Fulcrum 7 Laufradsatz und liess den ebenfalls angebotenen Shimano C24 für 400$ im Laden. Stabilität obsiegte über Leichtgewicht. Aber es tat schon etwas weh, die in Malaysia hergestelltem Laufräder stehen zu lassen. Es war ein Super-Angebot der geschäftstüchtigen Shop-Besitzerin. 

Ach ja, einen Plattfuss hatte ich auch noch keine 100m vor der Grenze. 1:0 für Continental 4 Seasons ggü. Schwalbe Durano ... 

10. Etappe: Ban Pak Ba Ra - Alor Setar (Malaysia)
Mittwoch, 24. Dezember 2014
155 km, 6:30 h, 610 hm, 4100 kcal


Noch in Thailand 

Grenze Thailand-Malaysia mit vielen Ganzjahres-Touristen, die hier Visum verlängern. 

Die ersten Meter in Malaysia 

Die Ladenbesitzerin in Action

Fachmännische Begutachtung

Schliesslich brachte der Weihnachtsmann noch ein kleines, echtes Geschenk (eine Art "Sugus")




Dienstag, 23. Dezember 2014

Durch den Monsun

Die Lust auf Radfahrern war bei beiden gross heute nach der Zwangspause gestern nach bloss einem vollen Radtag. Wir konnten zwar beide etwas Pendenzen abarbeiten (Hockeyfans.ch ist wieder aktuell). Doch die Sonnencreme hätte ich mir heute sparen können. Gleich nach dem Start in Sikao - wir entschieden uns für einen Auto- statt Bootstransfer für bloss circa 25 km Luftlinie zwischen Start- und Übernachtungsort - wurde ihre Wasserfestigkeit über Stunden aufs Äusserste getestet. Wir kriegen hier im Südwesten Thailands einen Ausläufer des Nordost-Monsuns ab, der im Nordosten Malaysias in den letzten Tagen für heftige Unwetter und Überschwemmungen sorgte. Wir haben "Glück", denn unsere Tour findet seine Fortsetzung im Westen Malaysias und am Weihnachtstag soll der Regen ein Ende haben. Morgen Mittwoch verlassen wir das Land des Lächelns, überqueren die Grenze nach Malaysia und feiern Weihnachten in einem mehrheitlich muslimischen Land, wo der Muezzin mehrmals täglich gut hörbar zum Gebet ruft. 

Dienstag, 23. Dezember 2014
9. Etappe: Sikao (Ko Lanta) - Ban Pak Ba Ra
145 km, 5:05 h, 630 hm, 3000 kcal


Velotransfer im Pickup-Truck

Die Abfahrt verzögert sich um ein paar Minuten

Bananencrepe schmeckt umso besser wenn man komplett durchnässt ist :-)

Geschafft!

Trotz improvisierten Schutzblech gabs ein bisschen Dreck ab

Ad-hoc Mückenschutz für die Füsse (normalerweise sind da Kleider drin)


Montag, 22. Dezember 2014

Regentag

Etwas angespannt war ich gestern Abend schon ob alles klappen würde heute Montag. Einmal mehr unnötigerweise, wie sich herausstellen sollte. Geplant war eine Überfahrt mit einem Fischerboot um von der Insel Lanta wieder aufs Festland zu kommen. Dafür mussten wir rund eine halbe Stunde radeln, um auf die Ostseite der Insel zu gelangen und ein Fischerboot oder eine Fähre zu finden. Dort angekommen haben wir die günstige Fähre um 5 Minuten verpasst. Da ein Fischerboot die stolze Summe von 3500 Thai-Baht kostet (rund 120.-) und es regnet - diese Überfahrt wäre ungedeckt ca. 1h - haben wir uns spontan entschieden, einen weiteren Ruhetag einzulegen. 

Montag, 22. Dezember 2014
Mini-Etappe: Ko Lanta im Regen
12 km, 0:30 h, 70 hm, 200 kcal


Opfergaben für Buddha 

Selfie vor unserem Bungalow auf Ko Lanta 






Sonntag, 21. Dezember 2014

Überführungsetappe

Auf der Tour de France würde man es Überführungsetappe nennen: einfach, ohne grosse Schwierigkeiten, flach. Entsprechend passierte auch wenig. Nun ja, fast nicht: wir haben uns ca. 10 km Verfahren auf der Insel Lanta (das Ko steht für Insel), haben zwei mal für die gleiche Fähre bezahlt (nur je 1 Franken) und es hat das erste Mal geregnet bzw. regnet jetzt am Abend immer noch. Ach ja, und eine schlechte Massage haben wir auch gekriegt - zwar nur für 500 bzw 300 Baht (15.- bzw. 10.-) - aber die Zeit ist trotzdem weg :-) 

Sonntag, 21. Dezember 2014
7. Etappe: Ao Nang - Ko Lanta
121 km, 4:30 h, 430 hm, 2270 kcal


Beten vor dem Essen?

Was immer ein "Motorbite" sein mag :-) - nimmt mich Wunder, was es wäre wenn ich es in thailändisch anschreiben müsste!

So schön ist das Benzin selten angerichtet

Es gibt ihn wirklich :-)

Gruppentaxi

Familientaxi

Familieneinkauf

Es weihnachtet - trotz Buddha und vermehrt Muslimen

Noch Fragen?


Samstag, 20. Dezember 2014

Ruhetag im Paradies

Nach rund 800 km innert 6 Tagen habe auch ich vorübergehend genug vom Radfahrern - und vom Blog schreiben. Drum hier nur ein paar Fotos von gestern und dem heutigen Ruhetag nahe Ao Nang bei Krabi. 

Freitag, 19. Dezember 2014
6. Etappe: Surat Thani - Ao Nang
156 km, 5:45h, 960 hm, 3200 kcal

Ein Local findet Biagios Titan-Renner auch mit Gepäckträger und voller Wasserflasche noch leicht

Einmal volltanken bitte!

Traumstrasse in Traumlandschaft

Kurz vor dem Ziel

Auch Buddha ist müde

Panorama beim Frühstück 

Lieber nicht genau schauen, was der eine dem anderen untersucht :-)

Phra Nang Beach

Halt ne schöne Insel, dessen Name mir entfallen ist und eigentlich nichts zur Sache tut :-)



Donnerstag, 18. Dezember 2014

Solofahrt

Besondere Lust auf 50 km Hauptstrasse hatte ich eigentlich nicht heute Morgen. Doch um von Chumphon weiter südlich Richtung Surat Thani zu gelangen muss man wohl oder übel bis Lang Suan der Hauptstrasse folgen, die mehr einer Autobahn gleicht. Erst ab da gibt es angenehm zu fahrende Nebenstrassen. Biagio wollte sich dies nicht antun, zumal er unter Sitzproblemen leidet. Während dem langen Warten aufs Taxi rang ich mich schliesslich dazu, die Kröte zu schlucken und die insgesamt 70 langweiligen und lärmigen Mehrkilometer unter die Räder zu nehmen. Schliesslich hat eine durchgehender GPS-Track von (fast) Bangkok nach Kuala Lumpur auch was :-) So fuhren wir getrennt die gleiche Strecke; ich ab dem Übernachtungsort via Lang Suan und er von dort zeitversetzt stets ca. 1 Stunden vor mir. Genau so, damit sich die Locals zweimal wundern können ab solch komischen Gestalten wie wir. 

Nun könnte man uns schlechte Planung vorwerfen - und man hätte nicht mal Unrecht. Wir gingen einfach von einer falschen Annahme aus. Es gäbe nämlich auch eine Zugverbindung zwischen den beiden Orten. Die Geleise dieser von Bangkok aus führenden Strecke haben wir oft überquert, doch Züge haben wir darauf noch nie gesehen. Seit heute Morgen wissen wir auch warum: es verkehren nur Nachtzüge und bloss einer am späten Nachmittag. Wir sind halt nicht in der "getakteten" Schweiz ...

Donnerstag, 18. Dezember 2014
5. Etappe: Chumphon - Surat Thani
192 km, 6:10 h, 340 hm, 4150 kcal

Gleisarbeiten

Schöne Tempelanlage mitten im nirgendwo

Affen als Haustier?!

Markt mit allerlei Leckereien, z.B. Mais-Waffel, dazu einen leckeren, eisgekühlten Mandarinensaft

Die Gemeine Beutelschlange



Flucht in die "Kälte"

Auf etwa halber Strecke haben wir heute zwei andere self-supported radler angetroffen, die wir dann im Hotel leicht wieder erkannten: der eine trug ein T-Shirt mit der Aufschrift Shimano, der andere hatte weisse Hände und braune Arme. Sie kommen aus Australien (Brisbane), wo es zu heiss und schwül ist zum Velo fahren. Sie flüchten von der Hitze, wir von der Kälte und treffen uns geografisch und klimatisch in der Mitte. 

4. Etappe: Bang Saphan - Chumphon
Mittwoch, 17. Dezember 2014
124km, 4:30h, 575hm, 2550 kcal
Bewölkt, 25 Grad C, seitlicher Rückenwind 


Heute war es ein wenig welliger

Typische Tankstelle

Typische Tankstelle zum selber Zapfen

Tankstelle für Radler