Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schweiz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 15. April 2016

Begleitfahrzeug für Tortour

Unser Tortour-Projekt geht in die nächste Phase. Wir sind angemeldet und die Startgebühr ist bezahlt. Wir, das sind Mario S und ich als Fahrer, sowie 6 (!) Betreuer, die uns auf dem Abenteuer rund um die Schweiz unterstützen werden. Besten Dank nochmals an dieser Stelle!

Als nächstes kommt das Organisieren, nicht ganz ohne. Ich habe das ein wenig unterschätzt, was es alles zu beachten und zu tun gibt. Das fängt an beim Strom (kein GPS-Gerät hält 40h, Laptops schon gar nicht), wie trainiert man, wie ernährt man sich unterwegs (alles flüssig, liegt auch mal Pasta drin?), kann man sich auf den Schlafentzug vorbereiten (sollte man?!), wie organisiert man die Ablösungen innerhalb des Begleitteams, wie findet die Kommunikation zwischen Fahrer und Begleiter statt (reicht ein Handy, oder braucht's Funkgeräte?), etc.

Doch dies hat alles noch seine Zeit. Wichtiger ist im Moment, dass wir zwei Begleitfahrzeuge auf sicher haben für die Zeit vom 17. bis 21. August. Mein 20-jähriger Opel Astra kommt dafür definitiv in Frage, auch ein "Stadt-Jeep" (SUV) scheint uns zu klein, denn das Auto sollte idealerweise über folgende Eigenschaften verfügen:

  • Zugelassen für 4 Personen (d.h. viele "Baustellen"-Fahrzeuge mit einer dreier Sitzbank vorne fallen weg)
  • Viel Ladefläche für Velo, Materialkisten und ein Iso-Mätteli (die Velo-Fahrer wechseln sich ab, ein Fahrer fährt im Auto mit und ruht sich aus, während der andere auf dem Velo ist)
  • Verfügbar vom Mittwoch Abend, 17. August bis Sonntag, 21. August (morgen)

Und da kommt ihr ins Spiel - werte Freunde, Bekannte und Verwandte:

Habt ihr ein solches Auto oder kennt ihr jemanden (Freunde, Bekannte, euer Garagist des Vertrauens, ...), das ihr uns im erwähnten Zeitraum zur Verfügung stellen könnt?

Keine Angst, ihr kriegt das Auto wieder im Originalzustand und geputzt zurück, und gratis wollen wir es auch nicht. Aber diese Punkte verstehen sich von selbst ;-)






Sonntag, 31. Januar 2016

Begleiter für Tortour gesucht

Das Velojahr 2016 wird langsam konkret, die Ferienplanung (vermutlich sowas hier, aber auf eigene Faust) ist schon weit fortgeschritten und ein erster Fixpunkt zeichnet sich ab - wenn denn alles klappt: deshalb hier der Aufruf ...


Wer ist verrückt genug, zwei Verrückten auf dem Velo rund um die Schweiz hinterherzufahren?

Wir suchen Dich: bist du bereit, die zwei potentiellen Tortour-Teilnehmer Mario Serratore und Christian Wassmer auf ihrer 1000-km langen "Tortour" rund um die Schweiz im Begleitfahrzeug zu unterstützen, sie mit Essen und Trinken zu versorgen, sie moralisch zu unterstützen, anzufeuern und mit ihnen ein gemeinsames Erlebnis erfahren?







Tortour? Noch nie gehört!
"Die TORTOUR ist das erste mehrtägige Non-Stop-Radrennen der Schweiz. Die TORTOUR kombiniert die besten Ideen aus allen bestehenden Langdistanzrennen. Damit ist das Rennen attraktiv für Leistungssportler, Breitensportler sowie Teamsportler und Firmen. Das Rennen läuft während Tag und Nacht – eine grosse Herausforderung für Fahrer UND Betreuer.
Das Rennen startet in Schaffhausen und führt über rund 1‘000 km und 14‘500 Höhenmeter rund um die Schweiz wieder zurück in die Munotstadt. Die Einzelfahrer und Teams benötigen für diese Strecke zwischen 32 – 48 Stunden."
 
Wir werden im Zweier Team unterwegs sein, dass heisst, wir wechseln uns alle 60-90 Kilometer ab. Zwei Teilstrecken bestreiten wir gemeinsam. Gestartet wird in Schaffhausen, vermutlich mitten in der Nacht auf Freitag. Am Donnerstag findet ein Prolog statt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Start: Freitag, 19. August 2016, ab 0:30 Uhr (Details: http://tortour.com/de/tortour/zeitplan-tortour/)
  • Ziel: Samstag, 20. August 2016, nachmittags
  • Prolog am Donnerstag, Siegerehrung und Brunch am Sonntag morgen 
  • in 16 Etappen 1000 km Non-Stop rund um die Schweiz (Details: http://tortour.com/de/tortour/route/)
  • 3-6 Fahrer in 1-2 Begleitfahrzeugen (freie Aufteilung)

Was erwartet dich? Neben einem unvergesslichen 40h-Abenteuer eine Spesenentschädigung und etwas oben drauf. Es sind auch Einsätze von weniger als 40h möglich, ja sogar erstrebenswert: Je mehr Begleitfahrer, desto weniger für jeden. Das Reglement schreibt minimal 3 Begleiter vor, maximal jedoch 6.

Gluschtig (und du hast idealweise einen Führerausweis)? Dann melde dich bis spätestens 21. Februar bei mir oder Mario für weitere Informationen.

Teaser: https://www.youtube.com/watch?v=Wifd3lub1Fw
Highlights 2015: https://www.youtube.com/watch?v=eTgGCtEbxsE
Dokumentation: https://www.youtube.com/watch?v=N4Eg7rzJ6bU

© tortour.ch

Montag, 25. August 2014

Alle Jahreszeiten, nur kein Sommer

Sommer, wo bist du? Letzten Samstag am Alpenbrevet hast du dich wieder grossartig versteckt. Dafür hast du den anderen Jahreszeiten den Vortritt gelassen: nebliger Herbst am Grimselpass, wärmende Frühlings-Sonne im Rhône-Tal und über den Nufenenpass und Winter am Susten.

Das Rütteln über die alte Tremola am Gotthard wurde erschwert durch einen unangenehmen kalten "Anti-Föhn", der von der Passhöhe hinunter wehte. Nach überschreiten derselben zog heftiger Nebel auf. Der Wind hingegen blieb. So macht keine Abfahrt Spass. Umso mehr freute ich mich auf die lange, kurvenreiche und flowige "Schlussabfahrt" vom Sustenpass. Doch vom Herbst kamen wir direkt in den "Winter". Der Reihe nach ... Die paar Regentropfen die Schöllenenschlucht hinunter störten kaum. Auf der Auffahrt hatte ich andere Probleme als das Wetter. Der Herzschlag wurde immer langsamer, gleichzeitig sank die Steigrate von 900-1000 Hm/s auf etwa 700-800. Der Susten zog sich in die Länge. Hatte ich wieder zuwenig gegessen? Offenbar neigten sich die Kohlenhydrat-Speicher dem Ende zu und mein Körper stellt immer mehr auf Fettverbrennung um.

Das waren aber nur sekundäre Probleme. Denn auf der anderen Seite des Scheiteltunnels regnete es. Mit ein paar Grad Celsius weniger hätte es gar geschneit. Noch nie hatte ich mich mehr auf einen warmen Kaffee gefreut - Danke Cervo Rosso. Dicht gedrängt unter einem kleinen Vordach schlürfte ich den Kaffee neben anderen schlotternden Radfahren. Danach trank ich noch eine heisse Bouillon und ass ein bisschen Schokolade. Der Regen liess langsam nach. Ich wagte mich auf die kalte Abfahrt. Keine Spur mehr von der Vorfreude auf Rollen lassen. Lieber wäre ich noch ein bisschen nach oben gefahren. Die Finger klamm, der Körper schlotternd und das Rad zitternd "bremste" ich mich nach unten. Am Rand sah man immer wieder Leidensgenossen stehen mit verschrenkten Armen um die eiskalten Finger aufzuwärmen. Ich freute sich über jedes Zehntel-Grad Temperaturanstieg. Doch viel zu freuen gab es nicht. Lange blieb die Temperatur unter 5 Grad. Nur die letzen 300 Höhenmeter hinunter nach Innertkirchen konnte ich einigermassen geniessen. Die Finger waren nicht mehr so kalt und die Strassen relativ trocken. Die Temperatur hingegen blieb einstellig, aber näher bei 10 als bei 0 Grad. Immerhin. Dann noch den "Mückenstich" Aareschlucht (90 Höhenmeter) und nach Meiringen rollen - und schon war der ganze Spuk vorbei.

Um ein bisschen Sommer zu haben, hätte man in Airolo rechts abbiegen sollen - 100 Kilometer und fast 2000 Höhenmeter wäre der Preis dafür gewesen.

Kurz vor dem Start in Meiringen  
Kein Schweiss, sondern kondensierter Nebel

Einmal volltanken bitte - Isogetränk aus der Giesskanne auf dem Grimsel.

Nebel und Regen auf der Sustenpasshöhe

Kaffee!


Mittwoch, 28. November 2012

Neuentdeckungen

Vorletztes Wochenende habe zwei Sachen entdeckt: das eine ist AutoStitch, eine iPhone-App, mit der man beliebige und phantastische Panaroma-Bilder "aneinander heften" kann. Sowie ein neu entdeckter, spektakulärer Aussichtspunkt in nächster Nähe. Damit wird die Wasserfluh definitiv zu meinem Hausberg.


Unbenannter Aussichtspunkt vis-à-vis Wasserfluh

Unten links im Nebel liegt Aarau


Etwas über 400 Höhemeter muss man erstrampeln bis hier hin - zur Wasserfluh (rechts im Bild) sind's von hier nochmals rund 150. 
Panorama von der Wasserfluh
Während der Abfahrt musste ich nochmals kurz (inne) halten ;-)












Sonntag, 25. November 2012

Kt. Aargau: Oberaargau (Etappe 1)

Schon ein Weilchen ist's nun her, als ich vor mehr als einem Monat das Winterprojekt in Angriff nahm. Die Temperatur war an jenem Samstag, 24. November ähnlich hoch wie dieser Tage (knapp 10 Grad), und das Wetter durchaus vergleichbar mit heute (wolkig, mit sonnigen Abschnitten), die Läden aber noch voller Weihnachts-Garsumpel.

Dass sich eine Kantonsgrenze nur selten an Strassenverläufe hält, war mir bereits im Vorfeld klar. Einige Kilo- und Höhenmeter werden "vergeblich" abgespult - nur dem einige Zweck folgend, möglichst genau den 1803 durch Napoleon festgelegten Grenzen zu folgen. Historiker mögen mir diese Vereinfachung verzeihen. Einige Grenzen dürften bereits vorher Bestand gehabt haben, wie dieser Grenzstein mit dem Berner Bär beweist:



Grenzstein von 1764 (oder 1704?) zwischen den Kantonen Bern
und Solothurn in der Nähe vom Sälischlössli bei Olten

Kommt man von der geplanten Route ab, warnt das GPS mit einem aufdringlichen Warnton und dem Einblenden einer Warnung. Diese Warnung erscheint natürlich genau auf in der Mitte des Displays - genau dort, wo sich der momentan interessanteste Teil der Karte befindet: der verpasste Kreuzung. Je nach Puls nimmt man diese Zwangspause ab und zu gerne entgegen, meist stört es aber deutlich.

Der vorgegeben Route zu folgen ist nicht immer ganz einfach, erfordert einiges an Disziplin, gesunden Menschenverstand, Rücksichtnahme und Orientierungssinn. Soll man nun lieber die "bequeme" Teerstrasse nehmen, oder sich an das Navi halten und den doch eher tiefe, von Blättern übersäte und rutschige Wald-/Spazierweg nehmen? (Antwort: Waldweg, Disziplin). Soll man sich an das Fahrverbot halten, sich dafür von der "Ideal-Grenz-Linie" entfernen, nur weil es samstags halt viele Spaziergänger hat? (Ja, Rücksichtnahme. Ausser ist es ein Arbeitstag ;-) Schultert man das MTB und trägt es den steilen und steinigen Trampelpfad hinunter, nur weil die Grenze vom Sälischlössli aus gesehen links der Kletterfelsen entlang führt? (Nein, gesunder Menschenverstand). Befindet sich unter dem Gehölz tatsächlich ein Weg (siehe Bild)? (Ja, Orientierungssinn).

Anwort: Ja, unter den Ästen liegt tatsächlich der Weg.


Kletterfelsen bein Sälischlössli: Die Grenze führt links entlang den Felsen, mein Weg war rechts.


In genau 57m ist Fahrverbot - notabene ohne vorhandene Wendemöglichkeit.

Statistik

  • Distanz: 67.42 km
  • Zeit: 3:47 h
  • Höhemeter: ca. 850 m
Weiss sieht man ab zu die Kantonsgrenze "hindurchschimmern"

Bilder

Aare-Kanal bei Erlinsbach. Die Grenze geht durch den "Trottenhof" rechts im Bild. Dahinter ist der Kanton Solothurn. Rechts der letzten Kanalbrücke ist die Grenze. 

Olten mit Frohburg (Bildmitte). Einer der Erhebungen rechts im Bild ist der
höchste Punkt des Kt. Aargau (Geissfluh, 962 m.ü.M), wo ich auch noch vorbei fahren werde.

Kirche Aarburg mit Jugendstrafanstalt

Grenzstein mit Aargauer, Berner ...

... Luzerner Wappen (bei Grod/Reiden LU).

Drei Mal der gleiche Traktor :-)

Solothurner Grenzstein beim Sälischlössli