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Montag, 18. August 2014

Am dritten Tag essen sie alle Pasta

Ein Fazit von der Euroride mit GustiZollinger.

Disclaimer - Bevor ich mich der Zukunft widme, muss ich blog-technisch erst noch die Vergangenheit verarbeiten. Dieser Blog-Eintrag habe ich in der Woche nach der Euroride geschrieben und seitdem nicht mehr berührt. Eigentlich wollte ich ihn noch fertig schreiben ... doch zuviel Stand in diesem "Sommer" auf dem Programm.

Statt surrender Freiläufe, pfeiffendem Fahrtwind und keuchenden Mitradler vernimmt man durch die alte Aarberger Holzbrücke plötzlich die Blaskapelle Seeland. Plötzlich ist's also vorbei nach über 2000 Kilometern und 75 Stunden im Sattel. Lange einstellen konnte man sich nicht. Nach Mont Ventoux, Alpe d'Huez, Col de la Croix de Fer und Col de la Madeleine innert nur einer Woche blieb nicht viel Zeit für anderes, Velo fahren, essen, schlafen und trinken. Bis zuletzt war man voll im Trott drin: Aufstehen, auf Toilette gehen, Morgenessen reindrücken, wieder Toilette (was man mehr ist, muss auch wieder raus :-), Sonnencreme einschmieren, Velokleider anziehen, Koffer packen und verladen, Velo holen, Flaschen füllen und los fahren. Auch unterwegs blieb nicht viel Zeit für anderes als für das wesentliche, dem Velo fahren. Die Pausen waren kurz. Für Fotos blieb kaum Zeit, die Landschaft zu geniessen auch. Alles musste vom Sattel aus erledigt werden - ausser dem Flaschen füllen und Blase leeren. Kündigte sich eine Pause an, musste man sich genau überlegen, was man alles erledigen wollte. Schade - denn nur um anschliessend eine Stunde mehr im nicht immer besten Hotel rum zu hocken und hungrig auf das Nachtessen zu warten, dafür lohnte sich sich das Gehetze nicht.

Alles war auf das Velo fahren ausgelegt. Die Mittagshalte perfekt durchorganisiert. Die Kaffeehalte eher kurz und effektiv als ausgiebig und entspannend. Nach der Ankunft blieb zwar aufgrund des hohen Tempos genügend Zeit für Trikot waschen und Sonnencreme abduschen, aber so richtig verarbeiten konnte man das Erlebte irgendwie nicht richtig. Auf das Zimmer zurück zu ziehen wollte ich mich nicht. Schliesslich ist man mit 40 anderen Gleichgesinnten unterwegs, da hat man sich doch etwas zu erzählen. Doch irgendwie drehten sich Gespräche bei "Feierabend-Bier" stets um die gleichen Themen und waren recht oberflächlich. Normalerweise bin ich alleine unterwegs. Da kann ich meinen Gedanken freien Lauf lassen und auch mal das Notizbuch hervor nehmen um ein paar Sachen aufzuschreiben, die mir während dem Tag so durch den Kopf gingen.

Doch nun zum Positiven, dem Wetter: Das war sensationell! Nicht zu heiss, genügend Sonnentage für Rändli an Oberarmen und Beinen und praktisch nie Regen. Obwohl der Wind meist von vorne blies, war er unser Freund. Er vertrieb die Regenwolken stets von uns weg. Wer 2000 Kilometer im Sattel hockt und davon nicht mal 50 km nass wird, dem ist der Wettergott hold. Kein Vergleich zum letzten Jahr, wo es zwei Tage zumindest nicht geregnet hatte. Einige Teilnehmer der 15. Euroride fuhren dieses Jahr denn auch nur mit, um zu sehen, wo sie letztes Jahr durch den Regen gefahren sind.

Von den zweimal Pasta essen pro Tag hat sich mein Magen gut erholt. Auch wenn ich mich am Anfang noch dagegen wehrte, ass ich am dritten auch Tag schliesslich auch das Radler-Menü schlechthin - obwohl es glaub aus physiologischer und ernährungstechnischer Sicht nicht das optimale ist, die Verdauung mitten in der Belastung mit einer "richtigen" Mahlzeit zu belasten - normalerweise es ich unterwegs nur flüssig oder spezielles "Kraftfutter" (Riegel, Iso-Zeugs, ...). Doch irgendwie gehörte es  halt dazu und hatte durchaus auch einen gruppendynamischen Effekt.

Tägliches Ritual - Pasta futtern bis zum abwinken. Diese waren ausnahmsweise nicht verkocht.
Unsere Gruppe vor dem Blanc Massiv 
Am Mont Ventoux

Sonntag, 1. Juni 2014

Euroride, 14. Etappe: Bex - Aarberg

Logbuch Samstag, 31. Mai 2014

Sterne: ****
Start:  Bex, 417 m.ü.M. (Kt. Waadt)
Ziel: Aarberg, 457 m.ü.M. (Bern) 
Distanz: 127km
Fahrzeit: 4:48
Höhenmeter: 1180m
Energieverbrauch: 2650 kcal
Wetter: Sonne, mässige Bise, 10-23 °C
Highlight: Ankunft in Aarberg
Lowlight: Wehmut, plötzlich ist es vorbei :-(
Form: sicher besser als vor zwei Wochen, aber im Moment noch schwere Beine
Fazit: Unglaublich - 2000 km in zwei Wochen und nicht mal 50 km im Regen






Freitag, 30. Mai 2014

Euroride, 13. Etappe: Megève - Bex

Logbuch Freitag, 30. Mai 2014

Sterne: ***(*) - war ein bisschen kurz :-)
Start: Megève, 1104 m.ü.M. (Savoie)
Ziel: Bex, 417 m.ü.M. (Kt. Waadt, Schweiz)
Distanz: 106 km
Fahrzeit: 4h10
Höhenmeter: 1650m
Energieverbrauch: 2450 kcal
Wetter: Sonne, Quellwolken, bedeckt; Gegenwind im Wallis; 11-20 °C
Highlight: schneeweises Mont Blanc-Massiv
Lowlight: etwas kurz ;-)
Form: Beine schmerzen, aber hätte noch bis Genf weiter radeln können heute
Fazit: Schade ist's bald vorbei






Donnerstag, 29. Mai 2014

Euroride, 12. Etappe: Saint Jean de Maurienne - Megève

Logbuch Donnerstag, 29. Mai 2014

Sterne: ****
Start: St. Jean de Maurienne, 596 m.ü.M. (Savoie)
Ziel: Megève, 1104 m.ü.M. (Savoie)
Distanz: 129 km
Fahrzeit: 5h45
Höhenmeter: 3200m
Energieverbrauch: 4000 kcal
Wetter: bewölkt, bedeckt 8-22°C
Highlight: Abfahrt vom Col de la Madeleine, Anfahrt zum Col de Saisies
Lowlight: Abfahrt im (leichten) Regen vom Col de Saisies und Gegensteigungen kurz vor Ziel
Form: die Beine schmerzen
Fazit: weinendes und lachendes Auge - froh das es bald vorbei ist und schade, dass es bald vorbei ist







Mittwoch, 28. Mai 2014

Euroride, Königsetappe: La Mure - Alpe d'Huez - Col de Fer

Logbuch, Mittwoch - 28. Mai 2014

Sterne: *****
Start: La Mure, 876 m.ü.M. (Isère)
Ziel: St. Jean de Maurienne, 596 m.ü.M. (Savoie)
Distanz: 137 km
Fahrzeit: 6h04
Höhenmeter: 3570m
Energieverbrauch: 4090 kcal
Wetter: bewölkt, 9-17 °C, Wind kein Thema (war ja nie flach)
Highlight: Der ganze Tag!!!
Lowlight: Lange holprige Abfahrt vom Col de la Croix de Fer
Form: sehr gut, aber es tat schon weh ;-)
Fazit: Wieder ein Super-Tag!


Dienstag, 27. Mai 2014

Euroride, 10. Etappe: Sisteron - La Mure

Logbuch Dienstag, 27. Mai 2014

Sterne: ***(*)
Start: Sisterson, 512 m.ü.M. (Alpes-de-Haute-Provence)
Ziel: La Mure, 876 m.ü.M. (Isère)
Distanz: 117 km
Fahrzeit: 4h30
Höhenmeter: 1700m
Energieverbrauch: 3000 kcal
Wetter: bewölkt, kalter Gegenwind, 8-15 °C
Highlight: Auffahrt und Abfahrt vom Col du Festre
Lowlight: Aggressionen von franz. Autofahrern (Schlägerei in einer anderen Gruppe) :-(
Form: hielt mich für morgige Königsetappe zurück (Alpe d'Huez, Col du Glandon, Croix de Fer)
Fazit: schöne Überführungsetappe





Montag, 26. Mai 2014

Euroride, 9. Etappe: Orange - Mont Ventoux - Sisteron

Logbuch Montag, 26. Mai 2014

Sterne: *****
Start:  Orange, 43 m.ü.M. (Vaucluse)
Ziel: Sisterson, 512 m.ü.M. (Alpes-de-Haute-Provence)
Distanz: 147 km
Fahrzeit: 5h30 
Höhenmeter: 2670m
Energieverbrauch: 4200 kcal
Wetter: leicht bewölkt und leicht gewittrig, aber trocken; etwas Gegenwind in den Abfahrten, 17-22°C, auf Mont Ventoux windige 8°C
Highlight: Bezwingung vom Mont Ventoux
Lowlight: Stress auf Mont Ventoux, Gruppe wartete bereits auf mich nach dem Kaffee, obwohl ich nicht getrödelt hatte
Form: sehr gut, trotz schweren Beinen und hohem Puls :-)

Fazit: Beste Etappe! (bis jetzt)








Sonntag, 25. Mai 2014

Euroride, 8. Etappe: Cap d'Adge - Orange

Logbuch Sonntag, 25. Mai 2014

Sterne: ***
Start: Cap d'Adge, Meereshöhe (Languedoc-Roussillon)
Ziel: Orange, 43 m.ü.M. (Vaucluse)
Distanz: 182 km
Fahrzeit: 5h55
Höhenmeter: 500m
Energieverbrauch: 3700 kcal
Wetter: bewölkt, aber Sonne hat durchgedrückt; 15-23 °C, leichter Gegenwind zu Beginn, drehend auf Rücken- und Seitenwind
Highlight: gute Strassen, flottes Tempo
Lowlight: relativ viel Verkehr entlang den Hauptstrassen
Form: ein Ruhetag ist zuwenig, zwei wären zu viel
Fazit: abwechslungsreiche Flachetappe, gut für nach dem Ruhetag um wieder warm zu werden






Samstag, 24. Mai 2014

Erste Woche Euroride

Übermorgen werden die Karten auf den Tisch gelegt am Mont Ventoux, während heute alle froh waren, einen Ruhetag in Cap d'Adge nach der Hälfte der Strecke zu geniessen. Gerüchteweise ruhten sich auf dem Weg von Calpe hier nach Südfrankreich einige Cracks in der nominell zweit-langsamsten Gruppe 3 aus, um dann in den Bergen einen Überaschungsangriff zu lancieren.

Ich hätte noch viel zu berichten, doch leider gibt es bald essen. So bleib mir nur noch der Verweis auf den "offiziellen" Blog auf http://www.gustizollinger.ch/news.html und ein paar Fotos.

Alle Teilnehmer der 15. und letzten Euroride von Gusti Zollinger - ich stehe an 8. Stelle von links.

Auf der ersten Etappe kurz vor dem Ziel in Chiva

Waschtag am Ruhetag in Cap d'Adge

Euroride, 7. Etappe: Saint Cyprien - Cap d'Adge

Logbuch Freitag, 23. Mai 2014

Sterne: **
Start: Saint-Cyprien, Meereshöhe (Pyrénées-Orientales, Frankreich)
Ziel: Cap d'Adge, Meereshöhe (Languedoc-Roussillon)
Distanz: 151 km
Fahrzeit: 5h30
Höhenmeter: 700m
Energieverbrauch: 3200 kcal
Wetter: Sonne, mit Quellwolken, spürbarer Gegen- und Seitenwind in offenem Gelände, 17-22 °C
Highlight: Aussicht auf Ruhetag
Lowlight: langweilige Holperpisten vs. lärmige Schnellstrasse
Form: Ruhetag kommt gerade zur rechten Zeit


Fazit: alle sind froh, kommt nun ein Ruhetag - ich auch!

Donnerstag, 22. Mai 2014

Euroride, 6. Etappe: Berga - Saint Cyprien

Logbuch Donnerstag, 22. Mai 2014

Sterne: ****(*) - also beinahe Maximalnote
Start: Berga, 702 m.ü.M. (Katalonien)
Ziel: Saint-Cyprien, 5 m.ü.M. (Pyrénées-Orientales, Frankreich)
Distanz: 168 km
Fahrzeit: 5h30
Höhenmeter: 1850m
Energieverbrauch: 4400 kcal
Wetter: Wolkenverhangene Pyrenäen, leicht bewölkt in Frankreich, 12-18 °C
Highlight: Bergkönig am Coll d'Anes
Lowlight: Schade, die Pyrenäen wieder verlassen zu müssen
Form: 9/10
Fazit: der beste Tag bisher - Strecke top, Landschaft top, Wetter top, Wind top, Form top, Hotel top, Essen top







Mittwoch, 21. Mai 2014

Euroride, 5. Etappe: Lleida - Berga

Logbuch Mittwoch, 21. Mai 2014

Sterne: * (morgen), *** (Nachmittag), plus ein Extra-Stern für's trockene Wetter
Start: Lleida, 155 m.ü.M. (Lleida)
Ziel: Berga, 702 m.ü.M. (Katalonien)
Distanz: 157 km
Fahrzeit: 5h45
Höhenmeter: 2001m (gemäss Garmin :-)
Energieverbrauch: 3850 kcal
Wetter: bedeckt, tiefe Wolken und v.a. trocken geblieben, dafür starker Gegen- und Seitenwind, 16-22 °C
Highlight: trockenes Wetter (entgegen Vorhersage)
Lowlight: erste 30 km mit Gustis Gruppe im Nacken, starkem Wind und schlechten Strassen
Form: die Berge können kommen
Fazit: macht immer mehr Spass







Dienstag, 20. Mai 2014

Euroride, 4. Etappe: Alcañiz - Lleida

Logbuch Dienstag, 20. Mai 2014

Sterne: *
Start: Alcañiz, 380 m.ü.M. (Teruel)
Ziel: Lleida, 155 m.ü.M (Lleida)
Distanz: 159 km
Fahrzeit: 5h20
Höhenmeter: 1300m
Energieverbrauch: 3300 kcal
Wetter: bedeckt, am Schluss wenig Sonne, 15-22 °C
Highlight: den Pyrenäen ein Stück näher
Lowlight: Schlagloch-Piste über 30 km
Form: spüre die Beine schon, heutige Etappe war strenger als gedacht
Fazit: Überführungsetappe, nichts spezielles






Montag, 19. Mai 2014

Euroride, 3. Etappe: Teruel - Alcañiz

Logbuch Montag, 19. Mai 2014

Sterne: **** (ohne Regen: Maximal-Note *****)
Start: Teruel, 900 m.ü.M. (Teruel)
Ziel: Alcañiz, 380 m.ü.M. (Teruel)
Distanz: 160 km
Fahrzeit: 5h30
Höhenmeter: 2000 m 
Energieverbrauch: 3800 kcal
Wetter: die ganze Palette - der Reihe nach: wolkenlos, leicht bewölkt, stark bewölkt, bedeckt, Regen und zum Schluss gar Gewitter. Nur Schnee- und Schneesturm fehlten :-), 15-25 °C
Highlight: entspannt durch feinste Landschaften rollen nördlich von Teruel, nur 2-3 Autos bis zum Mittagshalt nach 110 km 
Lowlight: von null auf 10% Steigung gleich zu Beginn
Form: könnte hart werden, diese Pace durchzuziehen 7 Tage am Stück
Fazit: in Rhythmus gekommen mit Koffer packen, Velo fahren, essen, duschen, Kleider waschen, essen, essen und schlafen



Sonntag, 18. Mai 2014

Euroride, 2. Etappe: Chiva - Teruel

Logbuch Sonntag, 18. Mai 2014

Sterne: *** (von 5)
Start: Chiva (Valencia)
Ziel: Teruel (Teruel)
Distanz: 169 km
Fahrzeit: 6h03
Höhenmeter: 2600m
Energieverbrauch: 4400 kcal

Wetter: bedeckt, gegen Ende stark bewölkt und durchdrückende Sonne; Gegenwind in "Schlusssteigung", ansonsten Wind kein grosser Faktor, zumindest im hinteren Teil des Feldes ;-) 15-20 °C
Highlight: Radeln auf einsamen, schönen Strassen durch abwechslungsreiche Landschaft
Lowlight: Schlange überfahren
Form: steigend :-)
Fazit: wellige und lange Etappe im verlassenen Hinterland von Valencia, eigentliche Königsetappe bereits am zweiten Tag. (Es kommen zwar noch zwei härtere Etappen, u.a. die Alpe d'Huez, aber die ist freiwillig - zumindest auf dem Papier ;-)





Samstag, 17. Mai 2014

Euroride: 1. Etappe Calpe - Chiva

Logbuch Samstag, 17. Mai 2014

Start: Calpe, Provinz Alicante, E
Ziel: Chiva, Provinz Valencia, E
Distanz: 148.4 km
Fahrzeit: 5h02
Höhenmeter: 1000m
Energieverbrauch: 3300 kcal
Wetter: Sonne, etwas "kühl" am morgen, danach eher warm, gegen 30 Grad
Highlight: endlich gehts los :-)
Lowlight: Strassenstrich an der Hauptstrasse vor Oliva
Fazit: rollt ganz ordentlich in Gruppe 1 mit den "Cracks" und den teuren Velos, Jens (unser Guide) war die ganze Zeit vorne im Wind, während seine Frau hinten die Gruppe voll quatschte






Montag, 12. Mai 2014

Vorbereitungswoche zur Euroride


Ich habe meine Saisonplanung etwas "stressig" angelegt. Nur vier Mal konnte ich meinem eigenen Bett nächtigen, ehe ich für ebenso viele Tage in den leider verregneten Jura bei Amondans (Frankreich) fuhr - natürlich um Velo zu fahren. Normalerweise würde ich bei solchem Hudelwetter nicht mal nach draussen gehen. Interessant, diese gruppendynmischen Effekte mit den aufgestellten Jungs von "Quäldich.de". Unterwegs musste ich dennoch einige Male die Sinnfrage stellen, was ich denn hier mache mitten in der Pampa bei 5 Grad Celsius und Nieselregen - insbesondere dann, als wieder einer unserer Gruppe einen platten Reifen offenbarte. Einerseits kamen mir die "paar" Minuten ewig lang vor, andererseits sah ich noch nie jemanden eine "Schlauchpanne" so rasch und effizient beheben.

Vielleicht muss man solche Sch***-Situationen erleben, um das Schönwetter-Radeln umso mehr geniessen zu können. Denn nur eine Woche nach dem kühlen 1.-Mai-Wochenende musste (oder durfte) ich mein Rad warm und dick gepolstert einpacken, damit es die knapp zwei Stunden im kühlen und rumpelnden Bauch des Airbus A321 nach Alicante (Spanien) heil übersteht. Am Flughafen in Alicante musste ich dann erleben, dass die Hunde der Schweizer Mitpassagiere zuerst "eingeführt" wurden. Ihr Gebell - das von den Hunden - war bereits 5 Minuten vor ihrer rollenden Ankunft am Sperrgut-Terminal deutlich zu vernehmen und war auch eine Viertelstunde danach noch nicht verklungen. Ja, ihre Fifis und Fidos kamen tatsächlich noch vor deren Gepäck an. Ok, es sind immerhin Tiere - ich möchte auch nicht ohne mein Wissen 2 Stunden im kalten und dunkeln Frachtraum verbringen, ohne zu wissen, was abgeht. Trotzdem wurden wir - Hans, einem Mitradler aus Bern, und ich - etwas ungeduldig, als unsere Räder nach einer Stunde immer noch nicht bei ihrem Herrchen waren. Schliesslich konnten wir unsere treuen Freunde nach insistieren bei der örtlichen Swissport-Angelstellten und weiteren 20 Minuten doch noch in Empfang nehmen.

Auf dem Rückflug wird dies mit Sicherheit nicht mehr passieren: denn es gibt gar keinen! Ich fahre nämlich die Euroride mit dem Aargauer Original Gusti Zollinger - seiner letzten, leider! Denn Gusti ist ein Original, ein Sprüche-Klopfer ("Muesch ned pressiere, aber sötsch glich öppe cho!") und man hört die Teilnehmer seiner Radreisen ausschliesslich Posivites erzählen. Die Euroride startet am kommenden Samstag in Calpe (Spanien) und ist eine von A bis Z organisierte Fernfahrt mit dem Rennrad über 2000 Kilometer. Sie endet nach 14 Tagen am Samstag, 31. Mai 2014 in Aarberg (BE) mit einem festlichen Empfang, zu dem Freunde und Bekannte herzlich eingeladen sind. Es würde mich freuen, Dir ab ca. 15 Uhr an jenem Samstag auf dem Dorfplatz im bernischen Aarberg meine (hoffentlich) braungebrannten Wädli und "weissen" Hände zu zeigen :-)

Ihr Fifi kam früher vom Band gerollt als mein Velo.
Bei "La Nucia" in der Marina Alta