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Freitag, 28. November 2014

Zwischensaison und Zukunftspläne

Seit meiner Rückkehr von der Schweiz-Umrundung sind nun schon wieder mehr als zwei Monate vergangen. Zwei Monate Zeit zum Erlebnis-Verdauen, Material retablieren, alternative Sportarten ausüben, neue Pläne schmieden oder neue Fahrzeuge evaluieren und auch anzuschaffen ;-)

Der Reihe nach...

1) Erlebnis-Verdauen  ...
... geht am besten mit Fotos und als Erinnerung im Kopf:

Am Cormet de Roselend in den franz. Alpen 
Zwischen Pontarlier und Morteau im franz. Jura
An der Dessoubre bei Saint Hyppolite im franz. Jura 

2) Material retablieren
Das Velo hat mindestens gleich stark gelitten wie ich. Zudem konnte es sich nicht vollständig erholen und trug bleibende Schäden von:

  • Hinterrad-Achse gebrochenDas war der Grund für die vermeintliche Acht. Ja, ich frage mich auch, wie man damit über 1500 Kilometer fahren konnte. Reparatur auf Garantie.
  • Ansätze eines (erneuten) Haar-Risses an der Hinterrad-Felge
    Nicht der erste Haar-Riss an diesem Modell (Bontrager RL). Den ersten entdeckte ich im Januar dieses Jahres nach gut ca 10k Kilometer Laufleistung. Reparatur auf Garantie. Laufrad wird ersetzt und danach entsorgt. 
  • Lagerschalen im Tretlager hinüberSchon nach meiner ersten Tour trat "flüssiger Rost" aus dem Tretlager (siehe Bild). Das Tretlager wurde inzwischen ca. 5 Mal ausgetauscht (alle 4-5 Tausend km!). Auch Keramik-Lagesrschalen halfen nichts. Diese wurden zwar auf Garantie ersetzt. Aber als danach die Kurbel immer noch Spiel hatte nach nicht mal 100 km, erstrebte ich den vierten Garantiefall und schickte den Rahmen via Grassi Velo zur Trek Europazentrale nach Dübendorf. Nach nicht mal 3 Wochen - "angedroht" waren 1-3 Monate - hatte ich meinen Renner wieder und wir versöhnten uns wieder. 

3) Alternative Sportarten
Diese wären (Berg-)Wandern, Joggen und Biken :-)

Steinadler auf dem Simplonpass
Da beide Rennräder in Reparatur waren - das eine Aufgrund ein glimpflich abgelaufenen Crashes, meinem ersten; bitte alle Holz anfassen - suchte ich nach Alternativ-Sportarten.

Wandern ist sehr schön, aber belastend für die Füsse (falsche Schuhe?). Nach Touren via Teufelsschlucht auf die Belchenfluh und auf den Simplonpass kriegten meine Füsse massive Druckstellen (keine Blattern), so dass ich noch knapp eine Woche lang stets daran erinnert wurde ;-)

Panorama von der Belchenfluh mit Blick Richtung Olten und dem Solothurner Niederamt
Biken mit einem vollgefederten Bike macht nur bergab Spass - vorausgesetzt das Rad erleidet keinen Plattfuss :-( Bergauf blieb ich förmlich kleben. Die Bergbahn/Bus als Aufstieghilfe nehmen ist irgendwie auch doof und widersprich meinem Leistungsgedanken. Beim Ski fahren ist's aber Ok :-) 

Joggen hat auch seine Reize, wird jedoch nie meine Lieblingssportart. Es ist aber eine Super-Alternative für den Winter und ganz schön anstrengend.
 
4) Neue Pläne schmieden
dazu in einem separaten Blog-Post mehr :-)

5) Crosser
Als Severin von Pro Cycling Aarau ein regelmässiges Cyclocross-Training ausschrieb, konnte ich dem (Rad-)Trendsport dieses Winters nicht mehr widerstehen und kaufte mir ein Cannondale CAADX:
Im Rennrad-Tempo zu biken macht mächtig Spass!
 

Freitag, 25. April 2014

Gedanken zum Rennen

Nachdem die Probleme und Sörgelein unter der Woche abgenommen hatten, nahmen sie drei Tage vor dem Event wieder zu.

Ich hatte mir extra noch neue Cleats für die Schuhe besorgt und mitgenommen auf die Insel. Die Cleats stellen die feste Verbindung zwischen Schuh und Pedal her. Es ist wichtig, dass diese möglichst exakt auf die Sohle montiert werden. Denn durch eine Fuss-Fehlstellung kann es rasch zu Schmerzen in den Füssen bis rauf in die Knie kommen. Am Mittwoch morgen kam ich auf die glorreiche Idee, die eigentlich noch gut funktionierenden alten Cleats durch neue zu ersetzen. Schlechte Idee, wie sich 100m nach dem Start zur Tagestour zeigte. Mit dem rechten Schuh kam ich nicht recht ins Pedal rein. Zeit zum neu einstellen hatte ich keine, denn unsere wiederum recht grosse Gruppe (20 Radler) war schon in Fahrt und Pause war keine in Sicht. Bald merkte ich, dass der Cleat des rechten Schuhs etwas schräg montiert war. Ich musste also "nur" den Fuss etwas mehr als gewohnt nach aussen drehen um einzuklinken. Doch so richtig fest war die Verdingung zur Pedale nicht. Am ersten Pass löste sich der Schuh vom Pedal Ich stand fast still und Maik fuhr fast auf mich auf. Im Wissen um die lose Verbindung ging es danach aber ganz gut - mal abgesehen von den leichten Knieschmerzen in den Knien aufgrund leicht anderer Fussstellung.

Die "Fussprobleme" hatte ich beinahe schon verdrängt, als sich das hintere Laufrad mit metallisch klingenden "Klimpern" in Haarnadeln-Kurven jeweils bemerkbar machte. Das Geräusch kommt, bzw. kam von verdrehten sog. Messerspeichen (abgeflachte/Platt gedrückt), die unter der Schrägbelastung in den Kurven gegen einander reiben. Peter aus Bayern - so etwas wie der Chef-Mechaniker hier bei Champions Training - konnte das Problem heute Freitag am Tag vor dem Rennen schliesslich lösen. Auch das andere Problem mit den Schuhen ist Vergangenheit. Zum Glück sah man noch den Abdruck der alten Cleats auf der Sohle. Die Platten ein wenig drehen und gut war. So steht aus technischer Sicht für morgen Samstag nichts mehr im Wege.

Die momentane Angespanntheit gründet nun auf der physischen und psychischen Belastung, die mir bevorsteht. Noch nie zuvor war ich soweit und solang am Stück geradelt. Das weiteste bislang waren die knapp 260 flachen Kilometer von Aarau nach Genf. Doch morgen stehen auch fast 4000 Höhenmeter an. Wie ich eben feststelle, bedeutet auch dies einen neuen Höchstwert (bislang 3650 Hm über Ofenpass, Stilfserjoch und über Ofenpass zurück).

Gestern Abend hatten wir nochmals Team-Besprechung. Die Pro-Team-Fahrer Klaus und Fabian erzählten von ihrer Taktik im letzten Jahr: in den Bergen bloss nicht zu hart reingehen. Das Rennen beginne erst in Palma nach gut der halben Distanz. Wer in den Bergen davor zu viele Körner lasse, der wird Mühe haben auf dem flachen bis welligen Teil der südlichen Küste entlang zurück. Auch wichtig sei, dass man stets in einer Gruppe fahren kann und sich die Arbeit gegen den Wind so aufteilen kann. Lieber bei einer Verpflegungsstelle auf eine Gruppe warten als alleine zu fahren. Genügend zu essen und v.a. zu trinken sei auch wichtig. Letzteres ergänzte Arnold, der Chef, so: "Das Essen wird morgen nicht das Problem sein, sondern Krämpfe. Deshalb genügend trinken! Von Beginn weg."

Kathedrale von Palma de Mallorca - am Ruhetag hat man Zeit für sowas
"Alt"-Stadt von Palma
Im "weissen" Hotel in der Bildmitte sind wir zu Hause - rechts gehts zum Ballermann

Der Radkeller :-)
Das Programm für den Renntag: Morgenstund hat Gold im Mund.
Wer um 19:30 nicht im Ziel ist, fährt mit Rad heim :-)

Samstag, 19. April 2014

312 Weh-weh'chen

Bald gilt's ernst: mein erster 300er steht bevor. Genauer gesagt sind's 312 Kilometer, wenn man die "Putzfrauen-Insel" umfahren will im Rahmen von Mallorca 312. Rechtzeitig zum (obligaten?) Schlecht-Wetter-Einbruch bin ich heute Samstag in den Flieger nach Mallorca (22° Grad Celsius) gestiegen um meinen Hobby zu frönen. Ernst wird es dann am kommenden Samstag.

Im Vorfeld war ich doch einigermassen angespannt. Zu viele Kleinigkeiten traten "plötzlich" zu Tage, die Grund sein könnten für ein Scheitern meines doch ambitionierten Vorhabens.

Eine solche "Kleinigkeit" sind zum Beispiel die stechenden Schmerzen in den Schultern, die nach der Woche auf Gran Canaria Anfangs März nach jeweils ca. 2-3 Stunden Velo fahren aufgetreten sind. Gut, für etwas gibt's kostspielige Video-Analysen: Ich entschied mich für diejenige bei Veloplus. Mit einer Art Monstervorbau (Teil zwischen Lenker und Gabel), der an die Multi-funktionalen "Brillenmonster" beim Optiker erinnert, um stufenweise die optimale Dioptrie und sonstige Fehlsichtigkeiten zu finden, setzte ich mich also vor gut 2 Wochen vor die Video-Kamera in Wetzikon. Ein Zentimeter nach vorne, Analyse am Bildschrim, ein Grad steiler, anschauen, Sattel nach vorn ... so ging das gut zwei Stunden, bis die optimale Sitzposition gefunden wurde, die ich mit einem 90 mm langen und +10° steilen Vorbau erreichen würde. Leider war der mir von Veloplus angebotene Vorbau zu teuer (109 Franken für ein Stück Alu schien mir recht viel) und die günstige Alternative wollte nicht auf meinen Gabelschaft passen. Zeit um die Sitzposition Probe zu fahren blieb also keine mehr und inzwischen schmerzt die Schulter auch beim Arbeiten am Computer :-( Was natürlich auch Ursache und nicht bloss Wirkung sein könnte!?)

Mein Domane eingespannt mit dem "Monster-Vorbau".
Trifft sich gut, dass ich mich hier anderen "Rad-Freaks" von Champions Training professionell beraten lassen kann. Morgen Sonntag gibt's die nächste Sitzpositionsanalyse - gleich nach dem Laktat-Test (alle 5min Blut zapfen) und vor dem Vortrag über Watt-gesteuertes Training (sau-teure Watt-Messer).


Mittwoch, 26. Juni 2013

Defekte und Verluste

Nicht der Körper (inkl. Kopf) muss auf einer solchen Tour Höchstleistungen erbringen, auch das Material wird strapaziert. Das naheliegendste ist mir zum Glück erspart geblieben. Ich hatte nie einen Platten. Als Hinterreifen habe ich einen 25er "Schwalbe Durano" montiert. Vorne habe ich mit dem "Bontrager R3" Original-Reifen dran gelassen. Die Original-Schläuche habe ich gegen etwas dickere und damit widerstandsfähigere ausgetauscht. Ich fuhr (glaub) mit 7-8 bar Druck. Da ich den Durano zuvor schon einige Monate gefahren hatte, operierte ich vor der Abfahrt alle Steinchen und Metallteilchen aus dem Profil heraus - immerhin vier Stück. Die hätten sich sonst bestimmt noch weiter in die Kaskade rein gefressen und so für eine unangenehme Überraschung sorgen können - schlimmstenfalls bei Gewitterregen im freien Gelände ohne Möglichkeit irgendwo in den "Schärmen" zu  flüchten. 

Hier eine Auflistung was alles kaputt oder verloren gegangen ist:

Velo-Handschuhe verloren
Den rechten verloren in Heiligenblut irgendwo zwischen Ankunft und Hotelbezug. Billig-Ersatz für €9.90 in Bruneck gekauft. Zu Hause gibt's jeder welche von "Roeckl". 

Löcher in Armlingen
Beim den Arm hoch ziehen gab es Löcher auf Höhe des Ellbogens. Nicht gross störend, zeugt aber nicht von Qualität. Würde nicht wieder welche aus Merino-Wole kaufen. Die günstigen von "Hürzeler" halten bis jetzt und kosteten weniger als die Hälfte. 

Abgenutzte Radhose
Nalini-Stoff nahe Naht zum Polster durchgescheuert. Normale Abnutzung. Schade, hat gut gepasst diese "Hinter-Sattel-Hose"-Kombo. Ersatz im "besten Radladen in ganz Südtirol" (Aussage Hotelbesitzer) in Eppan gekauft von Gore. Nicht schlecht, aber eine Nummer zu gross. 

Dunkle Sonnenbrille verloren
In einem Tunnel zwischen Tiefencastel und Thusis vom Lenker gefallen. Erst nach Tunnel gemerkt. Ersatz im Coop Gstaad von Polaroid. Sehr zufrieden, wenn auch keine "Rennrad-Optik". 

Bruch der orangen (hellen) Sonnenbriile
Bei voller Fahrt fiel rechtes Brillenglas aus der Fassung. Abgebrochen. Das andere Glas zeigt auch schon Risse an gleicher Stele. Qualität? Variolux. Behelfsmässig mit Isolierband repariert. Sieht komisch aus, stört aber nicht. 

Abgenutzte Adapterplatten an Schuhe
SPD-SL ist nicht gemacht für Touren. Starke Abnutzung durch "Sight-Seeing" (nicht übermässig) beim gehen auf Strassen. Vorsorglich Ersatz in Eppan besorgt zusammen mit Radhose. Montiert nach zwei Dritteln der Strecke auf Jaunpass. 

Fettpolster an Bauch und Rippe "geschmolzen"
Vor allem beim bergauf fahren. Mangelnder Nachschub in Form von Nahrung ;-)





 





Sonntag, 20. Januar 2013

Abgenommen

Nachdem ich auch im letzten Jahr wieder einige Kilogramm weggestrampelt habe, ist nun mein Zweirad - genauer gesagt - mein 10-Kilogramm-Renner von Spezialized mit abnehmen dran.

Unter anderem habe ich die 10+ km  auf den Grimsel befördert 
Das Secteur Comp 2011 hat gute Dienste geleistet, war einigermassen bequem und sein Geld wert. Es war jedoch eine Nummer zu klein, ein wenig "nervös" und vor allem viel zu schwer. Ich hievte es einige Pässe (Albula, Julier, Furka, Grimsel, Ibergeregg, Jaun, Schwägalp, sowie in diesem Jahr die Alpe di Neggia bei Locarno) hoch. Auf der Landstrasse war es stets ein treuer, komfortabler Begleiter und verrichtete zuverlässig seine Pflicht. Gegen platte Reifen (ca. 5, inkl. Doppel-"Schlangenbiss" in Sissach) kann es schliesslich nicht viel ausrichten. Auch gegen den unfähigen Self-Made-Mechaniker auf seinem bequemen Sattel nicht: Zum Beispiel als dieser beim Versuch, die ratternde Schaltung nachzustellen, die Stellschraube am Rahmen so weit herausdrehte, dass sie beim wieder rein drehen nicht rein wollte und schliesslich das Gewinde vom Chef selbst (Danke, Herr Grassi!) neu gebohrt werden musste ...

Doppel-Plattfuss - zwei Ersatzschläuche hat man selten dabei!

Die "Schlangenbisse" liessen sich nur schlecht überkleben :-(

Mein neustes Gefährt wiegt nun noch etwa so viel, wie ich im letzten Jahr (7kg) abgenommen habe, kostet dafür etwa so viele Franken, wie ich Kilometer mit dem "Roten Blitz" abgespult habe (5300 km). Dazu ist es unglaublich bequem, hat eine komplette Ultegra-Gruppe, leichte Laufräder (ca. -800g im Vergleich zum Secteur!), innenverlegte Züge und sieht mit seinem schwarzen, matt-glänzenden Look dazu auch sehr edel aus wie ich finde :-)

Das Trek Domane 6.2 wurde von Fabian Cancellara mitentwickelt

Ich muss zwar noch lange 5 Wochen bis maximal 50 Tage :-( warten, bis das Leichtgewicht, das auf den Namen "Domane 6.2" hört - bei mir in der Velo-Garage steht. So bleibt mir hoffentlich noch genügend Zeit, die Aargau-Umrundung mit dem MTB abzuschliessen, ehe ich neue Projekte mit dem Renner in Angriff nehmen kann - wie etwa zum Beispiel dieses hier :-)

Donnerstag, 21. Juni 2012

Strom: ein rares Gut

Neben der EM und dem anstrengenden "Tagesprogramm" erschwert ein dritter Faktor, den Blog aktuell zu halten: der Ladezustand der beteiligten Geräte, namentlich den vom MacBook-Akku. Unter Umständen gestaltet es sich schwierig eine bewachte Steckdose zu finden. Den Laptop einfach unbewacht im Waschsaal an der Dose zu lassen bezeichne ich als fahrlässig, denn bereits einfache Handtücher scheinen wegzukommen.

Für das iPhone habe ich hierzu ein gute Lösung gefunden in Form eines Ersatzakkus, der einfach ersetzt werden kann und potentiellen Dieben weniger wertvoll erscheinen mag als ein iPhone.

Für den Laptop gibt es zwei Lösungen, neben dem ausnützen alles Auflade-Möglichkeiten und Reduzieren der Bildschirm-Helligkeit:
  1. Sicherheits-Schloss
  2. Wechsel auf iPad
Warum iPad? Nun, dieses lässt sich mittels Nabendynamo und geeignetem Zubehör-Gerät durch eigene Muskelkraft aufladen. Damit wären auch meine anderen Gadgets (GPS-Logger und eben das iPhone) on-the-road aufladbar. Schade, hat mein Trek MTB keinen Nabendynamo - es ist halt auch kein normales Tourenvelo. 

Warnung im Waschsaal