Sonntag, 19. Juni 2016

Mit Rückenwind "leer" dem Ziel entgegen

Dies ist der Bericht des fünften und letzten Tages (Samstag, 18. Juni) der Pyrenäen-Durchquerung.

Strecke: Prades - Cerbère - Argèles-Sur-Mer; "Pässe": Col de St. Pierre (185m), Col de Ternère (233m), Col de las Portas (77m), Col du Père Cornère (69m); flach abfallend, wellig der Küste entlang, schön
Verkehr: relativ viel da viel Hauptstrasse, Autofahrer weniger geduldig als auch schon
Strasse: sehr gut mit einigen Holpereren
Wetter: mal umgekehrt wie die Tage davor - erst stark bewölkt, einige Regentropfen, ab Küstenstrasse immer besser werdend, am Schluss sonnig mit einigen Mistral-Wolken, entsprechend windig war's (Rückenwind!)
Wasser: 1.2 Liter, 0.6 Cola und en Iis-Tee
Form: müder Kopf und leere Beine, brachte Puls nicht mehr hoch, bzw. wollte es auch gar nicht (musste auch nicht). Mental etwas unterschätzt: "nur noch 85 km ausrollen", doch das auf und ab an der Küste zieht sich (obwohl sehr schön). Kommt der Zeitdruck hinzu. Hatte zwar genügend Zeit, aber gedanklich möchte man lieber bereits dort sein und nicht schon wieder anhalten für ein Foto. 
Schockmoment: Kettenklemmer am Umwerfer, so dass dieser leicht verbogen war. Liess sich zurecht biegen, aber muss nun aufpassen beim hochschalten, dass Kette nicht runter fällt. 
Reingefallen: Wirt in Cerbère mit (Standart-)Spruch "do you have the password" (oder so ähnlich - auf jeden Fall klang es nach Verarsche ...)
Spruch des Tages: "il fait froid, non?", meinte die Dame vom Kiosk in Banyuls, als ich kurz-kurz eine Cola kaufte bei 20 Grad und Sonne 
Fun: Hotelier fand mein Zimmer nicht auf Anhieb

Das Sammelalbum ist voll

Cerbère ist ein hübsches, authentisches Fischerdorf kurz vor der Grenze zu Spanien

Strasse nach Spanien

Küstenstrasse







Waschküche

Dieser Beitrag beschreibt den vierten Tag der Pyrenäen-Raid. Es ist Freitag, 17. Juni 2016. 

Strecke: Massat - Prad; Pässe: Col du Four/Caougnous/Port (1250m, alle im gleichen Aufstieg), Port de Pailheres (2001m), Col des Moulis (1099m), Col du Garavel (1256m), Col de Jau (1506m); abwechslungsreiches auf und ab, nie flach, ausser von Tarascon nach Ax-les-Thermes, aber ich bin der Nationalstrasse nach Andorra "wellig" ausgewichen
Verkehr: kein Thema (wenige Hauptstrassen ausgenommen)
Strasse: könnte besser sein, aber auch schlechter; Abfahrt vom Col de Jau mühsam holprig
Wetter: erst strahlend blauer Himmel, Bewölkungszunahme bis Ax, 200 Höhenmeter vor Pailheres, Graupelschauer, danach Waschküche mit sonnigen Abschnitten; 5-25 Grad, Wind kein Thema 
Wasser: 2.8 Liter mit 2 Salztabletten, 0.9 Cola
Highlight: gemütliche Auffahrt zur Morgenstund auf den Col de Port kurvig "flach" bei bestem Wetter und ohne Verkehr
Lowlight: regnerisch kühle Abfahrt vom Pailheres
Auffallend: Häuser - grau ist nicht mehr dominierend, mehr gelb/orange
Erkenntnis des Tages: die schlechteste "Pizza" gibt's in Prades im Café de la Paix (salziger Teigklumpen mit kalter Tomatensauce und viel Käse); dafür war der Salat mit Schafkäse der Hammer! (Normalerweise ist Pizza - neben Burger mit Pommes Frites - ein "sicheres" Essen: man weiss was man bekommt von der Menge her und wird sicher satt)

Impressionen vom Col de Port

Picknick einer Radlerfamilie - mit gebratenem Poulet und bester Aussicht nach Ax-les-Thermes

Impressionen vom Pailheres

Auf der Abfahrt nach Prades

Der letzte nennenswerte Pass






Donnerstag, 16. Juni 2016

Pässe- und Wettervielfalt

Auch nach Etappe 4 und voraussichtlich allen noch folgenden Etappen bleibe ich beim Telegramstil. 

Strecke: 4 Pässe - Col d'Aspin (1489m), Col de Peyresourd (1569m), Col de Menté (1349m) und Col de Portet d'Aspet (1069m). Abwechslungsreich.
Strasse: je wichtiger desto besserer Zustand. Etwas rauer als auch schon. 
Verkehr: ein paar Motorräder mehr, sonst wenig Verkehr. Hauptstrassen/Rushhour mal ausgenommen.
Wetter: alle Arten Sommerwetter inkl. Gewitterregen und Graupelschauer, 10-20 Grad. 
Wasser: 2.1 Liter plus 1 Kaffee und 2 Büchsen Cola (zu wenig, das wird ein "Krampf" heut Nacht)
Highlight: Dusche (warm, gewollt und unter Kontrolle)
Lowlight: Abfahrt vom Menté auf Rollsplitt (Kiesstrasse triffts besser)
Sinnlos: Sonnencreme heute
Sympathisch: Guide von Marmottours, hat mir mit Kuchen und Riegel ausgeholfen
Erkenntnis: nicht alles ist dicht wie es sein sollte, insbesondere Quadlock-Hülle für iPhone :-(
Schockmoment: iPhone hat bei 41% Akku einfach ausgeschaltet. Grund: siehe oben, läuft aber wieder
Schwein gehabt: Graupelschauer verpasst am Peyresourd
Energielevel: tief, am aufladen

Nix los am Aspin

Ausblick vom Aspin

Arreau - ein typisches Pyrenäenstädchen

Riesen-Brioche

Regenwald-ähnlich am Port d'Aspet

Traktor mit Hof

Noch zwei Stempel und rund 45h Zeit (dannzumal) für ca. 300 km

Zum Glück hatte ich diese Riegel erhalten, denn ...

... der 7/7 Pizzastand hatte zu meinem grossen Ärger geschlossen ;-)