Donnerstag, 23. Juni 2016

Durch den Wein kämpfen

Dieser Blogeintrag beschreibt den ersten Tag (Montag, 20. Juni) nach dem Ruhetag in Argelés-sur-Mer und die Etappe nach Sète.  

Strecke: viel Hauptstrasse, aber auch eigene, dedizierte Radwege direkt am Strand entlang und viel holprige Nebenstrasse. Einiges noch bekannt von der Euroride im 2014
Verkehr: mässig
Strasse: innerorts Pfui, ausserorts Hui; Nebenstrassen zT holprig
Wetter: Wolkenlos, 19-29 Grad; heftiger Gegenwind bis Narbonne (musste Velo zT in der Spur halten und nur mit 20 dahingetuckert, normal sind um die 32), danach drehte Wind und Strecke in die richtige Richtung und es fuhr wieder normal
Highlight: der Moment, als der Wind nicht mehr von vorne kam
Lowlight: Gegenwind
Spruch des Tages: "Ich hoffe dass es nicht zu viel Wein hat!", sagte ein Radfahrer zum Hotelbesitzer vor Abfahrt und verwechselte dabei "vin" mit "vent"

Radweg durch Pinienwald verschaffte ein wenig Linderung vom Gegenwind und der Sonne

Fischerbeizli beim Hafen von Leucate

Binnensee bei Leucate

Eclair reinschieben

Verlassenes Haus bei Narbonne

Kein Verkehr, nur ab und zu Sand auf dem Veloweg direkt am Strand entlang

Sète - Venedig Südfrankreichs







Sonntag, 19. Juni 2016

Mit Rückenwind "leer" dem Ziel entgegen

Dies ist der Bericht des fünften und letzten Tages (Samstag, 18. Juni) der Pyrenäen-Durchquerung.

Strecke: Prades - Cerbère - Argèles-Sur-Mer; "Pässe": Col de St. Pierre (185m), Col de Ternère (233m), Col de las Portas (77m), Col du Père Cornère (69m); flach abfallend, wellig der Küste entlang, schön
Verkehr: relativ viel da viel Hauptstrasse, Autofahrer weniger geduldig als auch schon
Strasse: sehr gut mit einigen Holpereren
Wetter: mal umgekehrt wie die Tage davor - erst stark bewölkt, einige Regentropfen, ab Küstenstrasse immer besser werdend, am Schluss sonnig mit einigen Mistral-Wolken, entsprechend windig war's (Rückenwind!)
Wasser: 1.2 Liter, 0.6 Cola und en Iis-Tee
Form: müder Kopf und leere Beine, brachte Puls nicht mehr hoch, bzw. wollte es auch gar nicht (musste auch nicht). Mental etwas unterschätzt: "nur noch 85 km ausrollen", doch das auf und ab an der Küste zieht sich (obwohl sehr schön). Kommt der Zeitdruck hinzu. Hatte zwar genügend Zeit, aber gedanklich möchte man lieber bereits dort sein und nicht schon wieder anhalten für ein Foto. 
Schockmoment: Kettenklemmer am Umwerfer, so dass dieser leicht verbogen war. Liess sich zurecht biegen, aber muss nun aufpassen beim hochschalten, dass Kette nicht runter fällt. 
Reingefallen: Wirt in Cerbère mit (Standart-)Spruch "do you have the password" (oder so ähnlich - auf jeden Fall klang es nach Verarsche ...)
Spruch des Tages: "il fait froid, non?", meinte die Dame vom Kiosk in Banyuls, als ich kurz-kurz eine Cola kaufte bei 20 Grad und Sonne 
Fun: Hotelier fand mein Zimmer nicht auf Anhieb

Das Sammelalbum ist voll

Cerbère ist ein hübsches, authentisches Fischerdorf kurz vor der Grenze zu Spanien

Strasse nach Spanien

Küstenstrasse







Waschküche

Dieser Beitrag beschreibt den vierten Tag der Pyrenäen-Raid. Es ist Freitag, 17. Juni 2016. 

Strecke: Massat - Prad; Pässe: Col du Four/Caougnous/Port (1250m, alle im gleichen Aufstieg), Port de Pailheres (2001m), Col des Moulis (1099m), Col du Garavel (1256m), Col de Jau (1506m); abwechslungsreiches auf und ab, nie flach, ausser von Tarascon nach Ax-les-Thermes, aber ich bin der Nationalstrasse nach Andorra "wellig" ausgewichen
Verkehr: kein Thema (wenige Hauptstrassen ausgenommen)
Strasse: könnte besser sein, aber auch schlechter; Abfahrt vom Col de Jau mühsam holprig
Wetter: erst strahlend blauer Himmel, Bewölkungszunahme bis Ax, 200 Höhenmeter vor Pailheres, Graupelschauer, danach Waschküche mit sonnigen Abschnitten; 5-25 Grad, Wind kein Thema 
Wasser: 2.8 Liter mit 2 Salztabletten, 0.9 Cola
Highlight: gemütliche Auffahrt zur Morgenstund auf den Col de Port kurvig "flach" bei bestem Wetter und ohne Verkehr
Lowlight: regnerisch kühle Abfahrt vom Pailheres
Auffallend: Häuser - grau ist nicht mehr dominierend, mehr gelb/orange
Erkenntnis des Tages: die schlechteste "Pizza" gibt's in Prades im Café de la Paix (salziger Teigklumpen mit kalter Tomatensauce und viel Käse); dafür war der Salat mit Schafkäse der Hammer! (Normalerweise ist Pizza - neben Burger mit Pommes Frites - ein "sicheres" Essen: man weiss was man bekommt von der Menge her und wird sicher satt)

Impressionen vom Col de Port

Picknick einer Radlerfamilie - mit gebratenem Poulet und bester Aussicht nach Ax-les-Thermes

Impressionen vom Pailheres

Auf der Abfahrt nach Prades

Der letzte nennenswerte Pass