Dienstag, 16. Mai 2017

Slowenisches Kontrastprogramm

Wie verwöhnt ich auf den letzten drei Etappen entlang der dalmatinischen Küste wurde, wurde mir heute bewusst. Schon der Start war herausfordernd: Rampen über 15% mussten erklommen werden um dem Morgenverkehr der Hafenstadt Rijeka zu entkommen. Und das ohne Hallo-Wach-Kaffee ... im Apartment hatte es zwar eine Waschmaschine aber kein Gerät zum Kaffee machen. Die Pekarna nebenan hatte "nur" essbares, was jedoch auch seine Vorteile hatte.

Nachdem der erste Anstieg geschafft war, gönnte ich mir den ersten Kaffee. Gleichzeitig suchte ich nach Alternativen bzgl. Übernachtung, die etwas vorher kommen könnten: Bovec war zu diesem Zeitpunkt geistig noch mehr als die vom GPS vorausgesagten 170 km entfernt. 

 
Die Strassen waren etwas holpriger als erwartet, der Verkehr konnte nicht ignoriert und als mich dann noch eine Regenfront streifte, war die Stimmung im Keller. Doch ich ignorierte die widrigen Umstände und radelte einfach weiter ohne mir gross Gedanken zu machen, ob ich es noch bis Bovec schaffen würde. Es wird schon gut kommen, dachte ich mir ...

Und so kam es auch: in Idrija genoss ich einen weiteren Kaffee und auf den 45 abfallenden  Kilometern nach Tomlin kippte der Schalter. Den Ruhetag vor Augen zapfte ich den Resevetank an und drückte nochmals ordentlich in die Pedale. Nur unterbrochen durch zahlreiche Fotostopps, obwohl die Landschaft hier in den Julianischen Alpen schon sehr vertraut wirkt.  

 

Montag, 15. Mai 2017
  • Route: Rijeka - Postojna (SLO) - Tolmin - Bovec 
  • Daten: 200 km, 7h24, 1950 hm
  • Sterne: */****
  • Topografie: Anstieg auf Total 600m bis Pivka, dann wellig gefolgt von 60 km abfallend bis Tolmin, dann wellig leicht ansteigend bis Bovec 
  • Strassen: schlechter als erwartet. Sehr abwechslungsreich, mal top, mal flop. Ab Idrija deutlich besser. Relativ viele Baustellen. 
  • Verkehr: mühsam in Rijeka, ab Grenze bis Postojna ebenfalls viel (Hauptstrasse), danach nicht mehr störend 
  • Landschaft: hügelig bis Grenze, wellige Ebene, Schlucht bis Tolmin, danach Voralpen
  • Wetter: sonniger Start, dann Regenzelle gestreift in Postojna, danach wechselnd bewölkt. Um die 20 Grad
  • Wind: unterschiedlich, im Verhältnis 2:1 Rücken- zu Gegenwind
  • Radler: zwei Tourenradler, ein Rennradler im Café, der vor dem Regen flüchtete
  • Stimmung: erst schlecht, nach der Regenfront allmählich besser werdend bis sehr gut
  • Energielevel: Tankanzeige defekt? Dann Reservetank gefunden. 
  • Tenue: Kurz-kurz, hälftig mit Windweste, ab Pivka kurzzeitig mit Ärmlinge, rund um Postojna mit Regenjacke
  • Highlight: Ankunft im Hotel, Stolz unter "nicht optimalen Bedingungen" einen 200er geschafft zu haben (auch wenns dafür noch eine Extra-Runde im Zielort brauchte)
  • Lowlight: Unerwartet schlechte Strassen
  • Bemerkenswert: in Slowenien sieht aus wie zuhause. Mitteleuropäische EFH und Autos. 
 
    
 
    
 
  

Montag, 15. Mai 2017

Sonntagsfahrt an Traumstrasse

Was für ein Beginn, ein etwas verschlafener zwar, aber für einmal war das Highlight nach der ersten Kaffeepause vorüber. Nicht dass es danach viel weniger schön gewesen wäre, es war halt einfach herrlich auf einer fast menschenleeeren, perfekt asphaltierten Strasse der kroatischen Küste entlang zu gleiten. 

 

Sonntag, 14. Mai 2017
  • Route: Starigrad Paklenica - Rijeka (alles Küstenstrasse)
  • Daten: 175 km, 6h12, 1805 hm
  • Sterne: ***** (max)
  • Topografie: leicht wellige Küstenstrasse, mit einem sanften "Anstieg" auf knapp 400m
  • Strassen: sehr gut (für ein perfekt müsste es auch innerorts so perfekt sein wie ausserorts)
  • Verkehr: nicht störend. Bis Karlobag kaum, dann mit jeder Fährverbindung etwas mehr, viele Töffs bis Senj. Ab da ersetzt durch "Berufsverkehr", zunehmend bis Abzweiger auf Autobahn nach Rijeka. 
  • Landschaft: bis Crikvenica top
  • Wetter: perfekt, inkl. Wolkentürme über den Bergen "zur Unterhaltung" 
  • Wind: kein Thema, mal ein bisschen von vorne, mal von hinten
  • Radler: ein paar Tourenradler bis Senj, danach einige MTBs auf Dächern von Autos (da muss irgendwo ein Rennen gewesen sein)
  • Stimmung: müder Start, ist aber schnell besser geworden
  • Energielevel: 3/4 voll
  • Tenue: kurz-kurz, nur die erste halbe Stunde mit Weste
  • Highlight: morgendliche Ruhe in Traumlandschaft bis Karlobag 
  • Lowlight: rasende Töfffahrergruppe vor Abfahrt
  • Bemerkenswert: ich bin Schwede (siehe Foto)
 

Sonntag, 14. Mai 2017

Durchs kroatische Hinterland

Heute zog ich der Küstenstrasse eine Route durchs verlassen wirkende Hinterland vor, wo man noch einige Kriegsschäden sieht, welcher ein Vierteljahrhundert her ist. 

 

Samstag 13. Mai 2017

  • Route: Podstrana - Prgomet - Šibenik - Zaton - Posedarje - Starigrad - Paklenica
  • Daten: 175 km, 6h33, 1580 hm
  • Sterne: ***(*)
  • Topografie: ein Hügeli (400 hm), danach flach bzw. leicht wellig
  • Strassen: gut bis sehr gut, im Hinterland ab und an etwas rauer/holpriger
  • Verkehr: mühsam in Split (in Autobahn übergebene Hauptstrasse, habe dann auf Nebenstrassen gewechselt), ab Anstieg gering
  • Landschaft: Landwirtschaftliche Ebene
  • Wetter: Sonnig, 18-24 Grad
  • Wind: erst schwacher, dann mässiger Gegenwind
  • Radler: ein paar Tourenradler
  • Stimmung: trotz Nerven zehrendem Start gut von Anfang sn
  • Energielevel: gut, mental nicht mehr so hoch  
  • Highlight: näher kommende Berge 
  • Lowlight: Start durch Split
  • Bemerkenswert: erste Pause erst nach 60 Kilometern - zögerte Kaffeepause so lange hinaus bis es grad zMittag gab. Auch weil es dann mal keine Cafés mehr gab