Montag, 20. Januar 2014

Rück- und Ausblick

Das Jahr 2013 war voller Highlights, im wahrsten Sinne des Wortes: gut zwei Dutzend Alpenpässe über 2000m wurden überrollt, dabei Klassiker wie das Stilfser Joch, die Grosse Scheidegg oder den Grossglockner.

Von der Alpentour zurückgekehrt war ich fit wie ein Turnschuh. Bei fast jedem Segment auf Strava fuhr ich persönliche, bei einigen weniger oft befahrenen Segmenten gar absolute Bestzeit. Die Touren wurden immer länger und höher, der Bodensee umrundet, holperte über die Tremola und fur der "Tortour" entgegen. Die Form hielt bis in den Oktober (Ibergeregg), danach schnürte ich vermehrt die Jogging-Schuhe, nahm gar am Sylvesterlauf teil. Mit Langlauf versuchte ich eine Alternativ-Sportart aufzubauen, was allerdings (vorerst) scheiterte. Zum einen ist es als Flachländer mit 2h An- und Rückfahrt verbunden und Ausrüstung muss gemietet werden, was doch eher hinderlich denn förderlich ist. Zum anderen bekam ich beim Langlauf-Camp in Lenzerheide Problem mit dem Hallux, auf den zuviel Druck ausgeübt wurde und seitdem immer wieder eine schmerzt - auch in normalen Schuhen. (Velo-Schuhe sind nicht normal;-) Nach dem Ausflug in die Langlauf-Welt kämpfte ich vermehrt darum, das engste Loch im Gürtel zu halten, welches ich nach der Donau-Tour nach Wien stechen konnte, zwischenzeitlich zu stark einengte und nun eben wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Erste, wackelige Versuche auf Langlauf-Skiern
Ein solches Jahr zu toppen wird schwierig sein - aber bei der Jahresplanung gebe ich mir nun alle Mühe genau dies zu erreichen :-) War ich letztes Jahr noch zu 90% alleine im Wind draussen, möchte ich dies nun ändern. Das Velo-Jahr beginnt mit einem Trainingslager auf Gran Canaria mit meinen neuen Kumpanen vom lokalen Velo-Club (Pro Cycling Aarau). Flach wird's auf der Insel des ewigen Frühlings aber nur selten sein - besteht doch die Insel im wesentlichen aus einem Berg umrundet von Meer. Danach bleiben mir zwei Monate Zeit mich im Schweizer "Frühlings-Winter" auf Umrundung der Putzfrauen-Insel vorzubereiten. Mallorca 312 heisst der Anlass dort, findet Ende April statt und die Zahl ist kein Zufall. Das ganze mit dem deutschen Veranstalter Champions-Training mit "Training unter sportwissenschaftlichen Gesichtspunkten und speziell auf das Jedermann-Rennen abgestimmten Trainingsfahrten", wie es vielversprechend auf deren Webseite heisst. Mal schauen auf was für Spinner Kollegen ich dort treffen werde.

Zwei Wochen nach der Rückkehr heisst es wieder, Rad verpacken und ab in die "Ferien" nach Calpe. Erst eine Woche an der Costa Blanca mit Gusti rumkurven, ehe es auf den "Euroride" geht ("Die Fernfahrt deines Lebens" heisst es auf Gustis Webseite) mit grandiosem (peinlichem?) Empfang mit Musik und Risotto in Aarberg BE am 31. Mai. (Alle Leser sind herzlich eingeladen dem Spektakel ab 15 Uhr beizuwohnen!) Ferien deshalb, weil einem das Gepäck auf der 2100 Kilometer langen Rückfahrt  zurück in die Schweiz in einem Kleinbus Car (vom EHC Olten) von Hotel zu Hotel geliefert und unterwegs für's leibliche Wohl gesorgt sein wird (Pasta Party auf offener Strasse?!).

Danach ist Fussbal-WM: dann unterwegs zu sein ist doof wegen der Suche nach Public Viewing.

Doch pünktlich zum WM-Final steige ich wieder in den Sattel und absolviere den Engadiner (Radmarathon). Da der Anpfiff an jenem Sonntag, 13. Juli erst um 21 Uhr ist, dürfte es reichen, davor Ofenpass, Forcola di Livigno, Bernina-, Flüela- und den Albulapass zu bezwingen. Ich glaube die Schwierigkeit wird eher sein, nach der Zieleinfahrt und dem Monster-Teller Spaghetti nicht sofort einzuschlafen :-)




1 Kommentar:

  1. Und was machst Du in der zweiten Hälfte des Jahres?

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