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Sonntag, 2. April 2017

Bald wieder on-tour...

Lange ist's her seit dem letzten Update... Höchste Zeit für ein Update - auch weil sich Beiträge aus der Vergangenheit per E-Mail melden (danke für die schönen Erinnerungen!) und ein paar Versuche, das Blog schreiben zu vereinfachen in seltsam aussehenden, knappen und kurzlebigen"Roboter-Beiträgen" äussern.

Im Moment laufen die Vorbereitungen für die nächste grosse Tour. Sie führt mich im Mai von A bis A - von der antiken Hauptstadt Griechenlands bis in den Hauptort meines Wohnkantons. Dieser Routenentwurf hat nicht vergebens das Wort "1980" im Titel - es ist die Route, die ein paar Pioniere aus meiner Region unter die Räder ihrer Stahlrahmen genommen haben, als es den Vielvölkerstaat Jugoslawien noch gab, Europa und die Welt noch ganz anders aussah und ich erst knapp laufen konnte.

Vier Jahre später gründeten sie den Club der Radfernfahrer. Interessant ist auch der Bericht ihrer Durchführung ihrer ersten "Olympiafahrt".





Sonntag, 31. Januar 2016

Begleiter für Tortour gesucht

Das Velojahr 2016 wird langsam konkret, die Ferienplanung (vermutlich sowas hier, aber auf eigene Faust) ist schon weit fortgeschritten und ein erster Fixpunkt zeichnet sich ab - wenn denn alles klappt: deshalb hier der Aufruf ...


Wer ist verrückt genug, zwei Verrückten auf dem Velo rund um die Schweiz hinterherzufahren?

Wir suchen Dich: bist du bereit, die zwei potentiellen Tortour-Teilnehmer Mario Serratore und Christian Wassmer auf ihrer 1000-km langen "Tortour" rund um die Schweiz im Begleitfahrzeug zu unterstützen, sie mit Essen und Trinken zu versorgen, sie moralisch zu unterstützen, anzufeuern und mit ihnen ein gemeinsames Erlebnis erfahren?







Tortour? Noch nie gehört!
"Die TORTOUR ist das erste mehrtägige Non-Stop-Radrennen der Schweiz. Die TORTOUR kombiniert die besten Ideen aus allen bestehenden Langdistanzrennen. Damit ist das Rennen attraktiv für Leistungssportler, Breitensportler sowie Teamsportler und Firmen. Das Rennen läuft während Tag und Nacht – eine grosse Herausforderung für Fahrer UND Betreuer.
Das Rennen startet in Schaffhausen und führt über rund 1‘000 km und 14‘500 Höhenmeter rund um die Schweiz wieder zurück in die Munotstadt. Die Einzelfahrer und Teams benötigen für diese Strecke zwischen 32 – 48 Stunden."
 
Wir werden im Zweier Team unterwegs sein, dass heisst, wir wechseln uns alle 60-90 Kilometer ab. Zwei Teilstrecken bestreiten wir gemeinsam. Gestartet wird in Schaffhausen, vermutlich mitten in der Nacht auf Freitag. Am Donnerstag findet ein Prolog statt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Start: Freitag, 19. August 2016, ab 0:30 Uhr (Details: http://tortour.com/de/tortour/zeitplan-tortour/)
  • Ziel: Samstag, 20. August 2016, nachmittags
  • Prolog am Donnerstag, Siegerehrung und Brunch am Sonntag morgen 
  • in 16 Etappen 1000 km Non-Stop rund um die Schweiz (Details: http://tortour.com/de/tortour/route/)
  • 3-6 Fahrer in 1-2 Begleitfahrzeugen (freie Aufteilung)

Was erwartet dich? Neben einem unvergesslichen 40h-Abenteuer eine Spesenentschädigung und etwas oben drauf. Es sind auch Einsätze von weniger als 40h möglich, ja sogar erstrebenswert: Je mehr Begleitfahrer, desto weniger für jeden. Das Reglement schreibt minimal 3 Begleiter vor, maximal jedoch 6.

Gluschtig (und du hast idealweise einen Führerausweis)? Dann melde dich bis spätestens 21. Februar bei mir oder Mario für weitere Informationen.

Teaser: https://www.youtube.com/watch?v=Wifd3lub1Fw
Highlights 2015: https://www.youtube.com/watch?v=eTgGCtEbxsE
Dokumentation: https://www.youtube.com/watch?v=N4Eg7rzJ6bU

© tortour.ch

Freitag, 28. November 2014

Zwischensaison und Zukunftspläne

Seit meiner Rückkehr von der Schweiz-Umrundung sind nun schon wieder mehr als zwei Monate vergangen. Zwei Monate Zeit zum Erlebnis-Verdauen, Material retablieren, alternative Sportarten ausüben, neue Pläne schmieden oder neue Fahrzeuge evaluieren und auch anzuschaffen ;-)

Der Reihe nach...

1) Erlebnis-Verdauen  ...
... geht am besten mit Fotos und als Erinnerung im Kopf:

Am Cormet de Roselend in den franz. Alpen 
Zwischen Pontarlier und Morteau im franz. Jura
An der Dessoubre bei Saint Hyppolite im franz. Jura 

2) Material retablieren
Das Velo hat mindestens gleich stark gelitten wie ich. Zudem konnte es sich nicht vollständig erholen und trug bleibende Schäden von:

  • Hinterrad-Achse gebrochenDas war der Grund für die vermeintliche Acht. Ja, ich frage mich auch, wie man damit über 1500 Kilometer fahren konnte. Reparatur auf Garantie.
  • Ansätze eines (erneuten) Haar-Risses an der Hinterrad-Felge
    Nicht der erste Haar-Riss an diesem Modell (Bontrager RL). Den ersten entdeckte ich im Januar dieses Jahres nach gut ca 10k Kilometer Laufleistung. Reparatur auf Garantie. Laufrad wird ersetzt und danach entsorgt. 
  • Lagerschalen im Tretlager hinüberSchon nach meiner ersten Tour trat "flüssiger Rost" aus dem Tretlager (siehe Bild). Das Tretlager wurde inzwischen ca. 5 Mal ausgetauscht (alle 4-5 Tausend km!). Auch Keramik-Lagesrschalen halfen nichts. Diese wurden zwar auf Garantie ersetzt. Aber als danach die Kurbel immer noch Spiel hatte nach nicht mal 100 km, erstrebte ich den vierten Garantiefall und schickte den Rahmen via Grassi Velo zur Trek Europazentrale nach Dübendorf. Nach nicht mal 3 Wochen - "angedroht" waren 1-3 Monate - hatte ich meinen Renner wieder und wir versöhnten uns wieder. 

3) Alternative Sportarten
Diese wären (Berg-)Wandern, Joggen und Biken :-)

Steinadler auf dem Simplonpass
Da beide Rennräder in Reparatur waren - das eine Aufgrund ein glimpflich abgelaufenen Crashes, meinem ersten; bitte alle Holz anfassen - suchte ich nach Alternativ-Sportarten.

Wandern ist sehr schön, aber belastend für die Füsse (falsche Schuhe?). Nach Touren via Teufelsschlucht auf die Belchenfluh und auf den Simplonpass kriegten meine Füsse massive Druckstellen (keine Blattern), so dass ich noch knapp eine Woche lang stets daran erinnert wurde ;-)

Panorama von der Belchenfluh mit Blick Richtung Olten und dem Solothurner Niederamt
Biken mit einem vollgefederten Bike macht nur bergab Spass - vorausgesetzt das Rad erleidet keinen Plattfuss :-( Bergauf blieb ich förmlich kleben. Die Bergbahn/Bus als Aufstieghilfe nehmen ist irgendwie auch doof und widersprich meinem Leistungsgedanken. Beim Ski fahren ist's aber Ok :-) 

Joggen hat auch seine Reize, wird jedoch nie meine Lieblingssportart. Es ist aber eine Super-Alternative für den Winter und ganz schön anstrengend.
 
4) Neue Pläne schmieden
dazu in einem separaten Blog-Post mehr :-)

5) Crosser
Als Severin von Pro Cycling Aarau ein regelmässiges Cyclocross-Training ausschrieb, konnte ich dem (Rad-)Trendsport dieses Winters nicht mehr widerstehen und kaufte mir ein Cannondale CAADX:
Im Rennrad-Tempo zu biken macht mächtig Spass!
 

Montag, 20. Januar 2014

Rück- und Ausblick

Das Jahr 2013 war voller Highlights, im wahrsten Sinne des Wortes: gut zwei Dutzend Alpenpässe über 2000m wurden überrollt, dabei Klassiker wie das Stilfser Joch, die Grosse Scheidegg oder den Grossglockner.

Von der Alpentour zurückgekehrt war ich fit wie ein Turnschuh. Bei fast jedem Segment auf Strava fuhr ich persönliche, bei einigen weniger oft befahrenen Segmenten gar absolute Bestzeit. Die Touren wurden immer länger und höher, der Bodensee umrundet, holperte über die Tremola und fur der "Tortour" entgegen. Die Form hielt bis in den Oktober (Ibergeregg), danach schnürte ich vermehrt die Jogging-Schuhe, nahm gar am Sylvesterlauf teil. Mit Langlauf versuchte ich eine Alternativ-Sportart aufzubauen, was allerdings (vorerst) scheiterte. Zum einen ist es als Flachländer mit 2h An- und Rückfahrt verbunden und Ausrüstung muss gemietet werden, was doch eher hinderlich denn förderlich ist. Zum anderen bekam ich beim Langlauf-Camp in Lenzerheide Problem mit dem Hallux, auf den zuviel Druck ausgeübt wurde und seitdem immer wieder eine schmerzt - auch in normalen Schuhen. (Velo-Schuhe sind nicht normal;-) Nach dem Ausflug in die Langlauf-Welt kämpfte ich vermehrt darum, das engste Loch im Gürtel zu halten, welches ich nach der Donau-Tour nach Wien stechen konnte, zwischenzeitlich zu stark einengte und nun eben wieder in Betrieb genommen werden konnte.

Erste, wackelige Versuche auf Langlauf-Skiern
Ein solches Jahr zu toppen wird schwierig sein - aber bei der Jahresplanung gebe ich mir nun alle Mühe genau dies zu erreichen :-) War ich letztes Jahr noch zu 90% alleine im Wind draussen, möchte ich dies nun ändern. Das Velo-Jahr beginnt mit einem Trainingslager auf Gran Canaria mit meinen neuen Kumpanen vom lokalen Velo-Club (Pro Cycling Aarau). Flach wird's auf der Insel des ewigen Frühlings aber nur selten sein - besteht doch die Insel im wesentlichen aus einem Berg umrundet von Meer. Danach bleiben mir zwei Monate Zeit mich im Schweizer "Frühlings-Winter" auf Umrundung der Putzfrauen-Insel vorzubereiten. Mallorca 312 heisst der Anlass dort, findet Ende April statt und die Zahl ist kein Zufall. Das ganze mit dem deutschen Veranstalter Champions-Training mit "Training unter sportwissenschaftlichen Gesichtspunkten und speziell auf das Jedermann-Rennen abgestimmten Trainingsfahrten", wie es vielversprechend auf deren Webseite heisst. Mal schauen auf was für Spinner Kollegen ich dort treffen werde.

Zwei Wochen nach der Rückkehr heisst es wieder, Rad verpacken und ab in die "Ferien" nach Calpe. Erst eine Woche an der Costa Blanca mit Gusti rumkurven, ehe es auf den "Euroride" geht ("Die Fernfahrt deines Lebens" heisst es auf Gustis Webseite) mit grandiosem (peinlichem?) Empfang mit Musik und Risotto in Aarberg BE am 31. Mai. (Alle Leser sind herzlich eingeladen dem Spektakel ab 15 Uhr beizuwohnen!) Ferien deshalb, weil einem das Gepäck auf der 2100 Kilometer langen Rückfahrt  zurück in die Schweiz in einem Kleinbus Car (vom EHC Olten) von Hotel zu Hotel geliefert und unterwegs für's leibliche Wohl gesorgt sein wird (Pasta Party auf offener Strasse?!).

Danach ist Fussbal-WM: dann unterwegs zu sein ist doof wegen der Suche nach Public Viewing.

Doch pünktlich zum WM-Final steige ich wieder in den Sattel und absolviere den Engadiner (Radmarathon). Da der Anpfiff an jenem Sonntag, 13. Juli erst um 21 Uhr ist, dürfte es reichen, davor Ofenpass, Forcola di Livigno, Bernina-, Flüela- und den Albulapass zu bezwingen. Ich glaube die Schwierigkeit wird eher sein, nach der Zieleinfahrt und dem Monster-Teller Spaghetti nicht sofort einzuschlafen :-)




Sonntag, 20. Januar 2013

Abgenommen

Nachdem ich auch im letzten Jahr wieder einige Kilogramm weggestrampelt habe, ist nun mein Zweirad - genauer gesagt - mein 10-Kilogramm-Renner von Spezialized mit abnehmen dran.

Unter anderem habe ich die 10+ km  auf den Grimsel befördert 
Das Secteur Comp 2011 hat gute Dienste geleistet, war einigermassen bequem und sein Geld wert. Es war jedoch eine Nummer zu klein, ein wenig "nervös" und vor allem viel zu schwer. Ich hievte es einige Pässe (Albula, Julier, Furka, Grimsel, Ibergeregg, Jaun, Schwägalp, sowie in diesem Jahr die Alpe di Neggia bei Locarno) hoch. Auf der Landstrasse war es stets ein treuer, komfortabler Begleiter und verrichtete zuverlässig seine Pflicht. Gegen platte Reifen (ca. 5, inkl. Doppel-"Schlangenbiss" in Sissach) kann es schliesslich nicht viel ausrichten. Auch gegen den unfähigen Self-Made-Mechaniker auf seinem bequemen Sattel nicht: Zum Beispiel als dieser beim Versuch, die ratternde Schaltung nachzustellen, die Stellschraube am Rahmen so weit herausdrehte, dass sie beim wieder rein drehen nicht rein wollte und schliesslich das Gewinde vom Chef selbst (Danke, Herr Grassi!) neu gebohrt werden musste ...

Doppel-Plattfuss - zwei Ersatzschläuche hat man selten dabei!

Die "Schlangenbisse" liessen sich nur schlecht überkleben :-(

Mein neustes Gefährt wiegt nun noch etwa so viel, wie ich im letzten Jahr (7kg) abgenommen habe, kostet dafür etwa so viele Franken, wie ich Kilometer mit dem "Roten Blitz" abgespult habe (5300 km). Dazu ist es unglaublich bequem, hat eine komplette Ultegra-Gruppe, leichte Laufräder (ca. -800g im Vergleich zum Secteur!), innenverlegte Züge und sieht mit seinem schwarzen, matt-glänzenden Look dazu auch sehr edel aus wie ich finde :-)

Das Trek Domane 6.2 wurde von Fabian Cancellara mitentwickelt

Ich muss zwar noch lange 5 Wochen bis maximal 50 Tage :-( warten, bis das Leichtgewicht, das auf den Namen "Domane 6.2" hört - bei mir in der Velo-Garage steht. So bleibt mir hoffentlich noch genügend Zeit, die Aargau-Umrundung mit dem MTB abzuschliessen, ehe ich neue Projekte mit dem Renner in Angriff nehmen kann - wie etwa zum Beispiel dieses hier :-)

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Winter-Planungen

Ich fahre nicht gerne die gleiche Strecke mehrfach. Ich habe keine Hausrunde, die mir unendlich Spass machen würde und mich auf Dauer motivieren könnte. Ich brauche Abwechslung, neue Gegenden, neue Herausforderungen und ich möchte stets neue, schöne Flecken entdecken. Ok, die Staffelegg, Saalhöhe und die Wasserfluh kenn ich inzwischen doch auch recht gut. Manchmal reicht's halt aus Zeitgründen, nicht für die grosse Tour oder lange Anfahrten mit dem Zug.

Erst kürzlich entdeckt: Wiese zwischen Schafmat und Frohburg, die man von meinem
Elternhaus sieht und ich immer für die Schafmatt hielt ("D'Schafmatt isch wiiiss") 
So gesehen, ist es gut, dass jetzt eine andere Jahreszeit anbricht und mich so quasi zwingt, vom Rennrad auf's Mountain Bike umzusteigen. Weshalb? Mit dem MTB ist man einiges langsamer und wird dadurch weniger vom Fahrtwind ausgekühlt, hat aber deutlich mehr Optionen. Und bei 15% auf steinigem Untergrund den Berg hoch schnaufen - glaubt mir, da kriegt man auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt warm. (Beweis folgt dieses Wochenende :-) Bergab liegen aus Sicherheitsgründen auch nicht viel mehr als 35 km/h drin - meist deutlich weniger. Man muss bloss regelmässig trinken, da ansonsten der Bidon-Verschluss einzufrieren droht. Mit dem MTB kann man praktisch jeden unbefestigten Weg fahren. Die Tour-Möglichkeiten steigen so um ein Vielfaches.

Die Schweiz ist umrundet. Bis zum Start der nächsten grossen Tour dauert es noch mehr als ein halbes Jahr. Genügend Zeit um mir alternative Projekte auszudenken und umzusetzen. Inspieriert vom Mountain-Biker und Blogger "Spoony" (http://bit.ly/hjG1d3) bin ich auf die Idee gekommen, den Kanton Aargau mit dem MTB zu umrunden. Gemäss Max Müller (Wanderer aus Aarau, http://bit.ly/PSZ923) sind dies etwas über 300 Kilometer, auf den 6000 Höhenmeter zu überwinden sind. Zu Fuss - mit dem Velo dürften es noch einige mehr sein, da selten genau der Grenze entlang ein einigermassen befahrbarer Weg verläuft. Die erste Grobplanung sagt, dass es alleine bis nach Kaiseraugst im Nordwesten des Kantons gut 70 km sind; gespickt mit 1800 Hm. Vom Gefühl her dürften es also gut 7-8 Tage in Anspruch nehmen. Zum Vergleich: Spoony musste gut doppelt so viel leisten - arme Solothurner ...

Etappe 1: Aarau - Kaiseraugst
Wahrscheinlich grad die Königsetappe - immer liegt zwischen Barmelweid und Schafmatt der höchste Punkt des Kanton Aargaus ...