Montag, 13. Juni 2016

Pflicht mit Kürabschnitt

Die Vorbereitungen haben sich ausbezahlt. Es hat alles geklappt. Das Velo ist heil angekommen und (es) läuft wie geschmiert. Vor allem wenn man wie heute viel Rückenwind geniessen darf. Nur entlang der kurivgen Küstenstrasse entlang wurde ich ein paar mal daran erinnert, wie schön es doch ist, wie von Geisterhand angetrieben zu werden, als nach einer scharfen Kurve der Wind mit voller Wucht ins Gesicht blies und ich gefühlt stehen blieb. 

Abgesehen von Petrus' Unterstützung wars heute eher langweilig und mühsam, weil viel Hauptstrasse - zum Teil richtungsgentrennt und zweispurig - abgespult werden musste. Dazwischen lag ein kurvig-welliger Abschnitt entlang der Küste, der sich sehen lassen konnte.

Viel mehr gibt's eigentlich nicht zu berichten. Ausser vielleicht noch dass mich diese Überführnungsetappe müder gemacht hat als gedacht. Vielleicht lags am "Verzerrungseffekt", der einem die ersten Tage in einer neuen Umgebung viel länger vorkommen lässt - egal ob man ein Velo dabei hat oder eine Woche lang am Strand liegt.

Start in Bilbao vor dem Guggenheim-Museum

Füsse hochlagern in Getaria

Velo auspacken und EM gucken im Hotel - Danke für die Kartonentsorgung ;-)

Orio

Viele Wolken über dem Baskenland, alle bereits "leer"

Der tiefste Pass Europas? 

Ondarroa




Sonntag, 12. Juni 2016

Stressige Reisevorbereitungen

Anfangs Woche wusste ich es noch nicht: nun sitze ich am Flughafen und warte auf den Flieger, der mich nach Bilbao bringt. Das "Retourticket" liegt - hoffentlich unversehrt - im Laderaum in einem Velokarton vollgepackt mit alten Zeitungen und sonstigem Füllmaterial, das mein Velo so gut es geht schützen soll. 

Die Pyrenäen hatte ich schon lange im Kopf. Eine Durchquerung innerhalb 100 Stunden ist das ambitionierte Ziel. Zum ersten Mal hatte ich auf der Webseite von velotravel.de vor circa 2 Jahren von diesem Unterfangen gelesen, das der lokale Veloclub ausgeschrieben hat. Die Jahre zuvor hatte ich die Reise jeweils immer wieder verworfen: zu umständlich die Anreise, bereits zu viele Berge gefahren in der Saison, zu teuer und zu wenig "Fleisch am Knochen" (mehr Bus als Velo fahren) bei der organisierten Variante, .... Beinahe hätte es auch dieses Mal nicht geklappt. Das Wetter. Die Langzeitprogonse (Zuverlässigkeit und Aussagekraft sei mal dahingestellt) im spanisch-französischen Grenzgebiet versprach viel kühlen Regen. Das gedankliche Hinundher dauerte einen Tag und als ich schliesslich auch eine "Prognose" für den Alpenraum nicht viel besser ausschaute, buchte ich den Flug. 

Was folgte war eine stressige Woche. Viel los im Geschäft, Route und 2 Velos vorbereiten (bis gestern wusste ich noch nicht welches Velo mitkommen darf), dem Bruder ein anderes Velo ausleihen. Zudem begann gestern die EM und bei den Eltern stieg der TV definitiv aus. Schlussendlich reichte es für (fast) alles. In der Familie gibt es einen neuen Velofahrer, die Eltern können das Gekicke nun noch genauer verfolgen (ob das im Falle der Schweizer gut ist, sei mal dahingestellt) und ich weiss nicht, ob ich eine neue Glotze oder Velo kaufen soll :-) Die Steuererklärung muss noch ein wenig warten ... aber das liegt definitiv nicht an den genannten Gründen. Das nächste mal reiche ich sie fristgerecht ein - versprochen!

Marmot Tours - ein Anbeter aus England - bietet die Reise auch an

Packliste


Freitag, 15. April 2016

Begleitfahrzeug für Tortour

Unser Tortour-Projekt geht in die nächste Phase. Wir sind angemeldet und die Startgebühr ist bezahlt. Wir, das sind Mario S und ich als Fahrer, sowie 6 (!) Betreuer, die uns auf dem Abenteuer rund um die Schweiz unterstützen werden. Besten Dank nochmals an dieser Stelle!

Als nächstes kommt das Organisieren, nicht ganz ohne. Ich habe das ein wenig unterschätzt, was es alles zu beachten und zu tun gibt. Das fängt an beim Strom (kein GPS-Gerät hält 40h, Laptops schon gar nicht), wie trainiert man, wie ernährt man sich unterwegs (alles flüssig, liegt auch mal Pasta drin?), kann man sich auf den Schlafentzug vorbereiten (sollte man?!), wie organisiert man die Ablösungen innerhalb des Begleitteams, wie findet die Kommunikation zwischen Fahrer und Begleiter statt (reicht ein Handy, oder braucht's Funkgeräte?), etc.

Doch dies hat alles noch seine Zeit. Wichtiger ist im Moment, dass wir zwei Begleitfahrzeuge auf sicher haben für die Zeit vom 17. bis 21. August. Mein 20-jähriger Opel Astra kommt dafür definitiv in Frage, auch ein "Stadt-Jeep" (SUV) scheint uns zu klein, denn das Auto sollte idealerweise über folgende Eigenschaften verfügen:

  • Zugelassen für 4 Personen (d.h. viele "Baustellen"-Fahrzeuge mit einer dreier Sitzbank vorne fallen weg)
  • Viel Ladefläche für Velo, Materialkisten und ein Iso-Mätteli (die Velo-Fahrer wechseln sich ab, ein Fahrer fährt im Auto mit und ruht sich aus, während der andere auf dem Velo ist)
  • Verfügbar vom Mittwoch Abend, 17. August bis Sonntag, 21. August (morgen)

Und da kommt ihr ins Spiel - werte Freunde, Bekannte und Verwandte:

Habt ihr ein solches Auto oder kennt ihr jemanden (Freunde, Bekannte, euer Garagist des Vertrauens, ...), das ihr uns im erwähnten Zeitraum zur Verfügung stellen könnt?

Keine Angst, ihr kriegt das Auto wieder im Originalzustand und geputzt zurück, und gratis wollen wir es auch nicht. Aber diese Punkte verstehen sich von selbst ;-)