Dienstag, 2. September 2014

Eclair-Tag

Heute ernährte ich mich fast nur von Eclairs, zu deutsch Brandteigstange. 


Dann noch ein ganzes Pack Eclairrettes, diese Meringue-artigen Guetsli mit Creme-Füllung und zwei Schokoladen-Spitzen - bestens bekannt aus meiner Kindheit:


Heute ass ich nicht besonders viel. Mal abgesehen vom Gegenwind und zwei leichten Anstiegen konnte man es heute rollen lassen. Genau genommen waren es unterwegs nebst den Eclairs:

- 1 grosser Mandelgipfel
- 4 Joghurtdrink à 180 ml
- 1 Mini-Biberli
- 2 Colas
- 1 Beerenlimonade
- 1 Liter Isostar
- ca. 2 Liter Wasser

Nicht sehr viel, was u.a. auch daran lag, dass es nicht viele Gelegenheiten gab. Zu 80% war ich abseits von Hauptstrassen unterwegs und damit fern von Einkaufsmöglichkeiten. In den einzigen zwei grösseren Ortschaften Morteau und Sainte Hippolyte machte ich Rast. Dazwischen radelte ich sanfter Jura-Landschaft entlang, erst parallel zum Val de Travers, etwas später dem Tal der Dessoubre und schliesslich dem Doubs entlang zum heutigen Ort der Nächtigung mit Namen Montbéliard - der letzten in Frankreich. Morgen kann ich mein Schulfranzösisch ein- und mein Schweizer Hochdeutsch auspacken. 

See bei Malbuisson

Alte Mühle im Tal der Dessoubre

Ausrangierte (?) Bahnstrecke bei Morteau

Nach Pontarlier, parallel zum Val de Travers

In Saint Hippolyte habe ich noch diese Räder aus der Heimat entdeckt ...


Logbuch Dienstag, 2. September 2014

Sterne: **** (ohne Bise *****)
Start: Malbuisson, Dep. Doubs, F - 890m
Ziel: Montbéliard, Dep. Doubs, F - 310m
Route: Pontarlier, Les Gras, Morteau, Fuans, Saint Hippolyte
Distanz: 131 km
Fahrzeit: 4h55
Höhenmeter: 840m
Energieverbrauch: 2250 kcal
Wetter: leicht bewölkt, 9-18 Grad C, mässige Bise
Highlight: Routenwahl, 80% auf schönen Nebenstrassen 
Lowlight: Gegenwind
Form: gut - brachte Puls aber nicht auf "Betriebstemperatur" (war jedoch auch nicht nötig), deshalb der relativ tiefe Energieverbrauch
Fazit: schöne, ruhige Rolleretappe (siehe Höhen-Profil), die sich allerdings im Tal der Dessoubre in die Länge zog






Montag, 1. September 2014

Schweiz in Wurfweite

Mit Rückenwind wäre es ein 5-Sterne-Tag gewesen. Ohne sind's vier, mit dieser fiesen und kalten Bise gibts nochmal einen Stern Abzug. Aber ich möchte mich nicht beklagen. Immerhin bleibt es bei Wind aus Osten meist trocken. Bei Regen ist's auch nicht besser und schneller vorwärts kommt man auch nicht. 

Die Strecke am gestrigen Monatsersten führte mich einmal um den Kanton Genf herum, dessen Hinterland recht ansehnlich ist:


Oft lag die Schweiz in Wurfweite - ennet dem Strassengraben sozusagen. Seit Schengen werden solche Grenzposten bei Bellefontaine nicht mehr benötigt (wenns denn überhaupt einer ist - bin mir nicht mehr sicher nach Kartenkonsulation):


Eigentlich gefällt mir der Jura mit seinen ausgedehnten Wäldern und Wiesen:

Doch gestern hätte ich nichts dagegen gehabt, 20-30 km früher als vorgesehen zu übernachten. Doch gebucht ist gebucht - dafür habe ich im Hotel in Malbuisson sogar Seesicht.

Aussicht am Col de la Faucille: Genfersee, Mont-Blanc-Massiv 

Collonges im Südwesten der Schweiz

Napoleon-Brunnen am Col de la Faucille, einst die direkte Verbindung zwischen Paris und Genf

Manchmal auch Rennpiste, der "Faucille"