Mittwoch, 25. September 2013

Erst im Nebel, dann in der Höhle

Die Nacht vom Dienstag auf den Mittwoch (25.9.) war kalt, grad so an der Grenze des Gemütlichen; oder knapp drunter. Die Nacht war klar. Entsprechend kühlte es ab. Glaub 7 Grad hatte es morgen früh. Und Nebel, der sich nur zögerlich erst gegen 11 Uhr komplett aufzulösen vermochte. Es war ein zäher Kampf zwischen Sonne und den feinen Wassertröpfchen. Entsprechend idyllische zeigte sich mir die noch junge Donau. Dass ich sie nicht sonderlich oft zu Gesicht bekomme, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Der Donau-Radweg führt nur selten direkt dem Fluss entlang. Mehrheitlich fährt man ausserhalb Sichtweite auf Feld-, Wiesen- und Waldwegen.
Morgenstimmung am Camping am Riedsee 
Spinnweben an der ersten Donau-Brücke
Stellenweise lichtet sich der Nebel über der Donau
Die Donau ist noch ein zartes Pflänzchen. Kaum vorstellbar, dass dieses "Flüsschen" zu einem mächtigen Strom wird. Zumal ihr an zwei Stellen merklich Wasser "abgezapft" wird (Donau-Versickerung). So stark, dass während des Sommerhalbjahres das Flussbeet mehrheitlich trocken liegt. Bei Immedingen und Friedingen verschwindet Wasser in einem unterirdischen Höhlensystem (Schon mal oberirdische Höhlen gesehen?), welches dann 12 km weiter südlich als Aach wieder zu Tage tritt, dabei die grösste Quelle Deutschlands bildet und schliesslich via Rhein in die Nordsee abfliesst. Da immer mehr Wasser versickert, wird sich über kurz oder lang (wohl eher lang, sehr lang) die Wasserscheide ein wenig nach (Nord-)Osten verschieben.
Leider hatte es zuviel Wasser um im Flussbeet zu wandern
Schluckloch bei Immedingen (Bild: Wikipedia)
Das zweite Highlight des Tages war der Donaudurchbruch durch die Schwäbische Alb. Leider war ich dabei zu sehr mit mir selbst und dem pedalieren beschäftig (es ging ständig hoch und runter auf schlechter Dreck-Kies-Unterlage), so dass ich "vergass" bzw. den richtigen Moment verpasste, ein schönes Foto zu schiessen.

Ich interpretier dieses Schild am Eingang zum "Durchbruch" so: Die Wanderin kickt den Radfahrer vom Velo. Dieser wehrt sich in bester Karate-Manier :-) 
Donau beim Durchbruch der Schwäbischen Alb
Frühstück auf dem Camping am Riedsee: mangels Alternativen aus dem Automaten  
Doch der nächste Beck ist in Deutschland nie weit: ob's für den Dörflinger gerreicht hat?
Strecke: Donaueschingen - Tuttlingen - Sigmaringen - Riedlingen (120 km). Mittwoch, 25. September 2013








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