Donnerstag, 4. Juni 2015

Holpriger Tag

Bericht vom Dienstag, 2. Juni 2015: Schwandorf - Pilsen (Tschechien)

Obwohl mich der Tag mit Sonnenschein begrüsste, war's ein eher harziger Start in den Tag. Zwar hatte ich immer noch gut Rückenwind, doch irgendwie wollte der Velotag nicht so richtig in die Gänge kommen. Das mag auch damit zusammenhängen, dass ich viele kleine Pausen und Kaffeehalte einlegte oder musste. Vielleicht lag es auch am Wetter: die Sonne verschwand bald einmal und ohne Bewegung wurde es unangenehm kühl zusammen mit dem mässigen Wind. Oder es lag am Gelände, welches zwar schön anzusehen ist mit den sanften Hügeln, in welchen sich erst bayrische, dann böhmische (sprich tschechische) Kleinstdörfer versteckten, aber dessen welliges Terrain nicht zu unterschätzen ist. Erschwerend kommt wohl hinzu, dass ich mich auf eine kurze Etappe eingestellt hatte - und dabei die Höhenmeter (immerhin 1700m) "vergessen" hatte. 

Zu allem "Übel" wurden hinter dem ehemaligen eisernen Vorhang die Strassen schlagartig holpriger. So schlimm wars denn auch wieder nicht ... Die Sonne kam wieder und drückte doch den einen oder anderen Schweisstropfen hervor. Die Strassen wurden besser je weiter ich mich vom ehemaligen Sperrgebiet entfernte. Und das Ziel mit dem berühmten "Urquell" rückte immer näher ;-)

Vor 30 Jahren kam man hier nicht so einfach durch ...

Typ. Tschechisches Dorf mit Kirche und Wasserspeicher 

Rast in einer überdachten Velo-Raststätte

Radweg, nein Nebenstrasse

Deutsch-tschechisches Grenzgebiet





Dienstag, 2. Juni 2015

Velo Servis

Bericht vom 1. Juni: Donauwörth - Schwandorf

Da heute unterwegs nicht viel passiert ist, folgt hier ein Statusupdate vom Velo: an das fehlende grosse Kettenblatt habe ich mich schon recht gut gewöhnt. Da es 36 statt 34 Zähne hat, kommt man auch in der Ebene recht anständig vorwärts. So 40 km/h liegen gut drin bei allerdings knapp über 100 Pedalumdrehungen pro Minute - eine höhere Kadenz ist nur kurzfristig möglich, sonst fängt das Herumgehüpfe auf dem Sattel an. Insofern ist es ein gutes Training für hohe Trittfrequenzen. Mittreten auf Abfahrten liegt allerdings nicht drin. Ist auch nicht nötig. Aber manchmal wünsche ich mir - besonders bei den gegenwärtigen Windverhältnissen - eine grosse Scheibe um so richtig über die Landstrasse zu fliegen. Macht nämlich schon Spass windschnittig, die Arme auf dem Triathlon-Aufsatz, dem abrollen der Reifen und dem Sausen des Fahrtwindes zu zuhören. An den Anblick der frisch rasierten Unterarme muss ich mich allerdings erst noch gewöhnen :-) Einziger Nervpunkt ist, dass die Kette am Umwerfer schleift, wenn ich im höchsten Gang fahre - es gibt schlimmeres ... 

Das "neue" Hinterrad läuft noch genau so rund wie am Anfang: Tolles Laufrad und ein cooles Surren des Freilaufs. Nur das "Gerumpel", wenn die Strasse etwas uneben ist, stört und lässt jedesmal kurz Sorge aufkommen. Beim nächsten Mal bin ich deshalb vermutlich wieder mit der Lenkerrolle unterwegs. Auch wenn ich noch eine Lösung für den Lenkeraufsatz finden muss. Beides geht (glaub?) nicht. 

In Prag gibt's dann einen "Servis"

In Kallmünz

Nach Altmannstein 

Riedenburg 


Montag, 1. Juni 2015

Der Dauerläufer von Donauwörth

Bericht vom Sonntag, 31. Mai 2015: Sigmaringendorf- Donauwörth 

Im Vergleich zu Vortag war heute richtig langweilig. Hätte der redselige Hotelbesitzer vom Hotel Donau nichts zu erzählen gehabt, würde ich vermutlich nur Fotos beschreiben hier. Hans Novak heisst er und ein paar Diplome und Zertifikate von Dauerläufen - u.a. Bieler 100-km-Lauf - hinten an der Wand der Rezeption aufgehängt. Logisch, wenn jemand diese zur Schau stellt, redet er auch gerne darüber. Vermutlich hat er seine Storys schon Dutzend Male den Hotelgästen erzählt. 

Mein Einstiegspunkt ins Gespräch war, ob er Martin Wagen kennne. Ab da musste ich nur noch nicken und weiter Stichworte geben. Martin Wagen kenne ich von der Arbeit her: er arbeitet bei Coop in der IT und ist unser (Ergon.ch) direkter Ansprechpartner für unsere Personaleinsatzplanungs-Software und läuft wie Forest Gump quer durch die USA und gewann dieses Rennen (glaub?) auch einmal. Während mein Bekannter aus der Schweiz keine Rennen mehr bestreitet, nimmt der vermutlich über 60 jährige Novak nächste Woche wieder am Bieler 100er Teil - weil es einfach der schönste sei ...

Übrigens: ich verzichte auf das "Logbuch". Stattdessen kann man im rechten Bereich die Touren direkt auf "Strava" verfolgen. 

Glaubt, von vorne möchtet ihr den "Ruhrpott" nicht sehen ;-)

Kaffeehalt in Riedlingen

Ende Radweg - umkehren!

Auch er ist dem Velo unterwegs