Freitag, 5. Juli 2019

Tag 2: Montag, 1. Juli 2019

Am zweiten Tag durfte ich noch etwas in den "kühleren" Jura-Höhen verbringen. Leider überlebte eine kleine Zwergdrossel die erste Abfahrt nicht. Erst meinte ich es sei ein Stein. Aber als sich der Stein bewegte, ahnte ich schlimmes. Er hob ab, flog erst nach links, dann nach rechts und wurde vom Vorderrad erfasst und von der Bremse geköpft. Ich musste kurz inne halten um das erlebte zu verarbeiten. Passiert doch nicht alle Tage. Und es hätte durchaus auch für mich unglücklich ausgehen können, wäre der Vogel ein grösseres Exemplar gewesen ... Oder eine Schlange wie dannzumal in Spanien


Ausblick auf den aufgestauten Fluss Ain

  • Strecke: Foncince-le-Haut, Montcusel, Bourg-en-Bresse, Belleville
  • Daten: 155km - 1450hm - 5h50
  • Sterne: ***(*) - für 4 war es zu heiss
  • Topografie: Jurahöhen, in 2 Abfahrten in die Ebene, eine "Bodenwelle" sonst flach 
  • Strassen: nach Bourg-en-Bresse etwas rauher. Sonst alles gut fahrbar, z.T. neuer Belag, Hauptstrasse oft mit Seitenstreifen
  • Verkehr: kaum wahrnehmbar, auf dem letzten Stück Hauptstrasse bis Belleville etwas mehr
  • Landschaft: Hochmoor und Weideflächen oben, Landwirtschaft unten
  • Wetter: heiss, in der Ebene kaum aushaltbar "stehend", gegen das Beaujolais aufziehende Gewitter (eine Stunde nach Ankunft regnete es)
  • Wind: leicht von vorn, weniger als am Vortag 
  • Radler: "oben" einige wenige, unten wars glaub allen anderen zu heiss 
  • Stimmung: tadellos
  • Energielevel: low-energy Mode aufgrund Hitze
  • Tenue: kurz-kurz, alles andere wäre mörderisch
  • Highlight: Abfahrt und Ausblick von Montcusel ins Tal des Flusses Ain
  • Lowlight: Hitze in der zweiten Tageshälfte, abgeschossener Vogel
  • Frage des Tages: "An welcher Säule haben sie getankt?"
  • Bemerkenswert: Sonnencreme hielt bis am Abend 
Schmetterling leckt Blut vom abgeschossenen Vogel
Dunkle Wolken über dem Beaujolais
Weideflächen bei Les Martins
Ausblick zwischen Montcusel und Martigna
Erste Pause in Les Faivres
Fluss Ain
Kirche in Les Faivres
bei Les Faivres
R.I.P.
Aussicht bei Les Crozets
Kurze Erfrischung in Jasseron
Irgendwo auf einem einsamen Jurasträsschen
Bäckerei in Jasseron
Eine Gruppe auf Rollskis trainierte in den kühleren Morgenstunden

Tag 1: Sonntag - 30. Juni 2019

Mit ein paar Tagen Verzögerung nun also der erste Blogeintrag meiner Reise nach Santiago de Compostela. Heute ist Ruhetag in Cahors und ich hoffe, die letzten 5 Tag blog-technisch und mental zu aufzuarbeiten. Ausser Rad fahren und mich erholen kam ich nicht zu viel anderem. Die Hitze setzte mir so zu, dass ich nicht genügend Motivation aufbringen konnte, täglich zu berichten ...

Areuse-Schlucht
Bahnübergang Wöschnau, Blick auf Aarau
Lac de Malbuisson
Fussbad im Doubs
Im Tal des Doubs bei Gellin


* Strecke: Aarau, Neuchâtel, Gorges de l'Areuse, Val de Travers, Malbuisson, Foncine-le-Haut
* Daten: 197km, 7h15, 1450hm
* Sterne: *** - inkl. 1 Abzug wegen Hitze und mehrheitlich bekanntem Terrain
* Topografie: flach erste Hälfte, zwei steile Anstiege im Schatten. Danach sanftes Jura-auf-und-ab
* Strassen: gut, mit paar Abstrichen im Jura (nichts tragisches)
* Verkehr: gering
* Landschaft: Jura, je t'aime
* Wetter: Hochsommer, 17-33 Grad 
* Wind: meist von vorn, den wenigen Kühleffekt wurde grad zunichte gemacht 
* Radler: einige verwegene trauten sich in die Gluthitze
* Stimmung: gut, mit einigen Dämpfern als das Velo wieder Geräusche machte
* Energielevel: gut
* Tenue: kurz-kurz  (weils so warm ist, habe ich gar die Windweste zu Hause vergessen)
* Highlight: freudiger Gedanke nachdem ich eingefahren war nach rund 2 als ich realisierte, wie gut mirs eigentlich geht, so etwas machen zu dürfen!
* Lowlight: siehe Stimmung 
* Frage des Tages: was erleidet eher defekt: das rechte Knie oder das Velo 😉
* Bemerkenswert: Hitze erhöht Puls um 10 - 15 Schläge

Samstag, 29. Juni 2019

Camino del Norte

Vor x Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten und nun mach ich so etwas religiöses wie den Jakobsweg. Wie geht das zusammen? Nun, meine Religion ist das Velo fahren. Und weil sich der Camino dem Norte anbietet, auch mit dem Velo zu befahren, die Gegend im Norden Spaniens besonders schön sein soll und ich noch auf der Suche nach einer Route für die diesjährige Tour war, bot sich diese Option an, zumal sie schon die letzten beiden Jahre anderen Touren zum Opfer fiel. 

Pilgerpass - verschafft Vorteile und Rabatte entlang der Pilgerroute

Übrigens: Gebote gibt's auch für Gümmeler. Nicht bloss zehn, sondern 95 an der Zahl - https://www.coffeeandchainrings.de/2018/05/die-regeln-covadonga/