Freitag, 26. August 2011

Tag 7 - Österreichische Pannenhilfe

Landschaftlich war's heute erneut weniger interessant. Ab Karlsruhe wird der Rhein intensiv genutzt. Da hat's Kraftwerke, Grossindustrie (BASF in Ludwigshafen) und ist entsprechend dicht besiedelt. Zudem fährt man oft nicht direkt am Rhein, sondern entweder gleich unterhalb des Deiches durch Feld und Wiesen oder dann Landstrassen entlang. Oder halt durch städtisches und industrielles Gebiet wie durch Ludwigshafen und Worms.

Etwa 20 km nach Speyer überholte mich Peter - ein Österreicher, der in Klagenfurt gestartet ist und quer durch den Schwarzwald geradelt ist. Mit ihm bin gut die Hälfte der 120 Kilometer von Speyer nach Mainz geradelt. Ein halber Radprofi, minimalistisch ausgerüstet - nur ein Rucksack (4.5 kg) mit dem nötigsten - macht er so 180 Kilometer pro Tag. Um die Mittagszeit sagte er mir dann, dass er zu jenem Zeitpunkt schon 100 Kilometer geradelt sei, wäre er alleine unterwegs. Er hatte dann aber erst 70 Kilometer abgespult. Gut, er war auch nur etwa halb so schwer wie ich, wenn man das Totalgewicht inkl. Körper, Rad und Gepäck betrachtet und hatte Oberschenkel wie Baumstämme... Nach rund 60 Kilometer verabschiedete er sich dann wieder mit den Worten, ob es Ok sei, wenn er sein eigenes Tempo fahren könnte.

Ich war froh, hatte ich einen Begleiter auf dieser Etappe. Irgendwo in Ludwigshafen änderte sich plötzlich die Fahrdynamik. Anders gesagt, ich hatte einen Platten. Anhalten, Rad-Koffer abnehmen, Rad umdrehen und Rad raus. Ich konnte kaum das notwendige Werkzeug auspacken, hatte er schon den "Übeltäter" in Form eines kleinen Stück spitzigen Drahts entdeckt und sogleich entfernt. Kurze Zeit später hatte er schon den Ersatzreifen drauf und schon halb aufgepumpt, ehe ich fragen konnte, ob ich auch mal pumpen dürfe. "Nee, passt scho..."

Verursacher des ersten Platten

Peter beim Reifen wechseln - hatte kaum eine Chance, selbst
Hand anzulegen.


























Nachdem ich durch mein Heimatquartier "Eich" gefahren bin, sah ich was das Unwetter am Vortag angerichtet hatte.


Ich sah es nicht nur, sondern musste es auch rüberfahren, absteigen und ein paar Mal sogar mich durch die angrenzende Hecke kämpfen.



















Unter den Ästen war fester Untergrund. Dort wo dies nicht der Fall war, hatte es entsprechende Schlaglöcher, Pfützen und Dreck. Der "Unterboden" und mein Bein sah auch entsprechend aus.


Das ist nicht Sonnen gebäumt ;)



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