Dienstag, 26. Juni 2012

Tag 18: Raketenantrieb und andere Antriebe

Die malerische Küstenstrecke zwischen Cernobbio und Sorico dem Lago di Como musste erduldet werden. Durch die Magadino-Ebene nach Cadenazzo war's noch ein gemütliches einrollen. Den Monte Ceneri habe ich mir schöner, sprich v.a. leiser, vorgestellt. (Warum müssen auch Lastwagen darüber donnern?) Ohne Zmorgen im Bauch war das eine kleine Qual. Normalerweise fahre ich immer erst eine halbe Stunde, Stunde, um dann gemütlich an einem schönen Plätzchen zu frühstücken. Dieses Plätzchen wollte heute einfach nicht kommen. Bis Lugano nicht. 45 km nach dem Start durfte ich endlich die vom Packriemen zerdrückten Gipfeli in die halbzerflossene Butter tunken. Nachdem verspäteten Frühstück fuhr ich weiter über Melide Richtung Chiasso und italienischer Grenze. Pflichtstoff bei fast 30 Grad.

Danach folgte die nicht mehr enden wollende Kür. Nicht endent wollend, deshalb, weil es heute so toll rollte und die Landschaft nicht aufhören wollte, von mir bestaunt zu werden. Das ursprüngliche Ziel war Menaggio gewesen. Doch dort war bereits James Bond mit seinem wasserbetriebenen Raketenanzug:

Ein Beiboot pumpt Wasser hoch (schwarzer Schlauch), das über die Düsen für die nötige Gegenkraft sorgt. 
Über einen solchen Antrieb verfüg ich nicht. Heute waren es wieder einmal Biberli, die für einen Teil der Energie-Versorgung des Ketten-Antriebs zuständig waren. (Im Migros Lugano-Paradiso zum halben Preis: 12 Stück für 2 Franken 60 :-) Die Energie-Versorgung klappte heute ganz gut. Ich hatte gute Beine. Nach Menaggio liess ich zahlreiche idyllisch gelegene Zeltplätze aus bis ich schliesslich einen ganz schön gelegenen Camping-Platz direkt am Ufer fand. In Sorico, ganz am nördlichen Ende des Lago di Como.


Zeltplatz-Panorama in Sorico
Die Fahrt dem Como-Sees entlang zähl ich zu den Highlights. Man fährt durch zahlreiche malerische Dörfchen, zum Teil so eng, dass ich keine Autos kreuzen können. Der Hauptverkehr wird meist über die Hauptstrasse etwas oberhalb der Küstenlinie oder durch Tunnels geschleust. Damit Rad-Fahrer, v.a. Rennrad-Fahrer, nicht durch die dunkeln, lauten und gefährlichen Tunnels müssen, existieren um die Tunnels herum bestens ausgebaute Radwege. Sogar mit Picknick-Plätzen an besonders schönen Orten mit Aussicht. 

Brienno

Argengo


Picknick-Platz entlang eines Tunnel-Umfahrung-Radwegs 

Keine Kommentare:

Kommentar posten