Sonntag, 17. Juni 2012

Tag 5: Beginn der Rundfahrt

Die heutige Strecke führte mich bei angehmen bis eher frischen Temperaturen von Chur bis an den Bodensee. Immerhin regnete es nicht mehr, wie es dies gestern den ganzen Tag tat.

Wer der Blog von meiner Reise nach Amsterdam gelesen hat, weiss vielleicht, dass ich mit Scheibenbremsen - trotz überragender Bremsleistung - eher auf Kriegsfuss stehe. Schon beim ersten von eigenem Geld bezahlten Velo - dem Villiger Ottawa - quitschte und schleifte die vordere Scheibenbremse von Anfang an. Mein Velo-Mech hatte seine liebe Mühe dies wegzubringen. Als ich dann mit selbigem Velociped die Reise dem Rhein entlang unter die Räder genommen hatte, war das schleifen weg. Dafür fuhr ich quasi ohne hintere Bremsbeläge los, liess schliesslich 200 km lang Metall auf Metall schleifen, ehe ich sie ersetzen liess auf 2/3 der Strecke. Nun gut, dies der Scheibenbremsen-Technologie aufzubürden, ist nicht angebracht. Viel eher ist da ein guter Velo-Mech gefragt, der auch die Bremsbelag-Dicke überprüft bei einem Service...

Was auf einer flachen Tour wie dem Rhein entlang noch gehen mag, geht in den Schweizer Bergen definitiv nicht mehr. Deshalb kriegte mein Trek Mountainbike vor Abfahrt neue Bremsbeläge. Die alten hatten sich innert relativ kurzer Zeit abgeschliffen. Wohl auch deshalb, weil ich die hintere Scheiben-Bremse-Scheibe eine Acht hatte, die mein Velo-Mech nicht ganz wegbrachte, und ich es mit der Pflegte nicht wirklich genau nahm. Auch mit den neuen Belägen bremste die Bremse auch ohne, dass jemand den Bremshebel betätigt. Eine Woche vor dem Startschuss war auch dieses Problem aus der Welt geschaffen. Allerdings nicht für immer. Auf der Fahrt nach Chur hatte ich das Gefühl, dass mich mehr bremst, als die gut 30 kg von Rad und Gepäck. So nutzte ich den Ruhetag auch um die Bremsanlage von einem Velomech in Chur überprüfen zu lassen. Er reinigte die Bremse erneut und baute eine neue, gerade Scheibenbremse-Scheibe ein. Bis jetzt (400 km später) bremst es nur noch dann wenn ich es will.

Heute war nicht nur Tag der neuen Scheiben, sondern auch der Tag, an dem ich virtuell meine Rundtour begann. In Landquart werde ich 2-3 Wochen von Klosters/Landwassertal her kommen und die Runde zu machen. Beim Selbstportrait werde ich dann allerdings aufpassen, nicht nochmals einen Stromschlag vom geladenen Kuhdraht abzukriegen...
1300 km und 15'000 Höhenmeter später werde ich wieder hier stehen

links: von da bin ich gekommen - Mitte: in diese Richtung bin ich gefahren - links: von hier werde ich kommen

Bündner Herrschaft mit zahlreichen Weinbergen

Rhein bei Sargans

Ein Unwetter über Liechtenstein
Gewitter in Sicht, bzw. im Rheintal - glücklicherweise konnte ich es umfahren

Bilanz:

  • Distanz: 100 km
  • Fahrzeit: 4 1/2 h
  • Höhemeter: ca. 400 Hm
  • Maximalpuls: 165 Hz
  • Stromschläge am Kuhdraht: 1

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