Donnerstag, 6. Juni 2013

Energiespeicher auffüllen

Es ist wichtig, dass mit vollen Energiespeichern los fährt. Sowohl der Kamera-Akku als auch die Glykogenspeicher sollten immer gut gefüllt sein. Auf der heutigen (6. Juni) Etappe von Heiligenblut nach Bruneck im Südtirol waren beide leer.

Ein leerer Kamera-Akku ist halb so tragisch. Man regt sich zwar auf, dass die Ladestandanzeige nicht korrekt ist und man deshalb nur noch etwas verrauschtere Bilder mit der iPhone-4-Kamera machen kann. Leere Kohlenhydratspeicher äussern sich drastischer. Man hat keinen "Pfupf" in den Beinen, wenn es bergauf geht. Die Energiebereitstellung bergauf basiert aufgrund des notwendigen, höheren Puls' nicht mehr aus der Fettverbrennung, sondern hauptsächlich aus Zuckerarten. Zwar führte die Strecke ab Heiligenblut zuerst 300 Höhenmeter hinab nach Winklern, doch bereits bei jeder noch so kleinen Gegensteigung merkte ich die müden Beine. So hatte ich trotz "verliehenen Flügeln" so meine Probleme am Iselsbergpass, der mit seinen 250 Höhenmetern und 7-8% Steigung vergleichbar mit der Staffelegg bei Aarau ist. Allgemein habe ich am morgen etwas Probleme in die Gänge zu kommen, sowohl physisch als auch psychisch. Auch an diesem morgen, denn ich hatte schlecht gefrühstückt: kein Appetit, musste gar eine halbe Semmel liegen lassen. 

Im Wissen, dass ich jederzeit bzw. in jedem Ort unterwegs eine Unterkunft finden würde, radelte es sich leichter und ohne Sorgen. Ausgangs Lienz besorgte ich mir mein zweites Frühstück, welches ich auf einem lauschigen Rastplatz am Fluss Isel zu mir nahm. Die 20 Kilometer bis nach Huben der Isel aufwärts stellten dann kein Problem dar. Danach war ich bereit für die Hauptaufgabe des Tages - dem Staller Sattel. Die erste Rampe (2 km, 200 hm) war äusserst anstrengend. Dann flachte es ab und die folgenden 450 hm verteilt auf 20 km waren kaum spürbar. Erst die letzten paar hundert Höhenmeter waren wieder von der anstrengerenden Sorte.

Auf der Passhöhe wechselte ich zwar das Land, nicht jedoch die Sprache. In der autonomen Provinz "Südtirol" wird vorwiegend ein bairischer Dialekt gesprochen. Bei herrlichem Frühsommer-Wetter geniesse ich einen Ruhetag für Rücken und Beine und fülle jegliche Arten von Energiespeicher wieder auf. 

Wenn das keine gute Milch gibt :-)

Der Fluss Isel 


Auf dem Weg zum Staller Sattel 


Blick zurück kurz vor der Passhöhe 




Idyllischer Bergsee unterhalb des Sattels, der Antholzer See 

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