Montag, 10. Juni 2013

Wenn der Kopf noch mehr zu tun hat als die Beine

http://www.velowaerts.ch/2013/06/logbuch-montag-10-juni-2013.html

Heute (10. Juni, Eppan - Ponte di Legno) hatte ich ich bislang den schlimmsten Tag. Ich weiss nicht, ob ich dem miesen Wetter alleine Schuld geben kann oder ob es an was anderem gelegen hatte, dass es heute nicht recht wollte. Neben dem Wolken verhangenen Himmel und dem ein paar Mal einsetzenden Regen könnten verschiedene Gründe dazu geführt haben:

- Die unruhige Nacht in Eppan im Hotel Alexandres mit seinen undichten Fenstern direkt an der Hauptstrasse der "Weinstrasse". 
- Die nicht vorhandene Aussicht ins Etschtal am Mendelpass, die fantastisch sein soll. 
- Die kühle Abfahrt vom selbigen. 
- Das "unnötige" Höhenmeter vernichten bis zum Startpunkt des Tonalepass. (Unnötig ist es natürlich nicht, denn man kann meiner Routenwahl durchaus masochistische Züge anheften. Aber wenn man weiss, dass es unmittelbar nach der Abfahrt geradezu wieder opsi geht, kann man das "rollen lassen" weniger geniessen.)
- Die elend lang vorkommende Anfahrt zum Tonalepass (25 km) mit viel Verkehr.
- Der immer wieder einsetzende leichte Regen. 
- Das seelenlose Passo Tonale auf der Passhöhe (nicht sonderlich einladende Hotels). 
- Die "Siesta-Öffnungszeiten" der Futterstellen (Spar, Mercado, ...) und das damit verbundene Energieedefizit. 

An solchen Tagen muss man mehr mit dem Kopf als mit den Beinen arbeiten, auch wenn die Beine eigentlich genug zu tun gehabt hätten. 

PS: Das Energiedefizit konnte ich in der örtlichen Pizzeria in Ponte di Legno wieder ausgleichen: Riesen-Pizza und Spaghetti Bolognese - mir platzt gleich der Magen :-)

Alles Impressionen von der in den nackten Fels gehauenen Mendelpassstrasse

Siesta-Öffnungszeiten sind nicht Radfahrer-freundlich ;-)

Der Lago di Santa Giustina im Nocetal hinter dem Mendelpass ist der grösste Stausee im Trentino. 

Die einzigen Bilder von der verregneten Auffahrt zum Tonalepass. Bild unten: Strassensperre aus dem ersten Weltkrieg und davor. 

Glücklich und froh auf dem Tonale angekommen zu sein. 

Das Kriegsdenkmal auf der Passhöhe erinnert dran, dass diese Gegend im ersten Weltkrieg heftig umkämpft war. 




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