Sonntag, 23. Juni 2013

Windiger Höhepunkt

http://www.velowaerts.ch/2013/06/logbuch-samstag-22-juni-2013.html

Gestern Samstag morgens (22. Juni, Val d'Isère - Valloire) hatte ich keine Eile. Vom Frühstücktisch aus sah ich, wie es draussen regnete. Also ging ich zurück ins Zimmer und legte mich nochmals hin und klickte mich durch die französisch-sprachigen TV-Kanäle. Der Regen hörte bald auf, auch der Himmel zeigte erste Anzeichen von Aufhellungen. 

Knapp 1000 Höhenmeter trennten mich vom höchsten (asphaltierten) Alpenpass, dem Col d'Iséran mit 2770 m. Für einige ist dies jedoch die Cime de la Bonnette weiter südlich mit etwas über 2800 m. Doch der zählt nicht. Der dazugehörige Pass ist "nur" 2710 m hoch. Die 2800 erreicht man nur durch eine zum Zwecke des Superlativs angelegte Zusatzschleife. Wer auf besfestigter Strasser noch höher will, der geht in die spanische Sierre Nevada und bezwingt den "Pico del Veleta" mit 3384 m. 

Nach diesem Höhepunkt hiess es zuerst mal 1000 Höhenmeter frieren. Die Sonne wollte nicht so recht durchdrücken und mit knapp 10 Gard auf 2500m war es nicht allzu warm. Nach der Abfahrt ging es flach, bzw. leicht abfallend 60 Kilometer bis nach St. Michel de Maurienne auf 750m. Der Himmel klarte auf und ein mühsamer Gegenwind machte mir das Leben schwer. Er vernichtete beinahe die potentielle Energie, die ich zuvor beim Aufstieg aufgebaut hatte. Zuweilen musste man bei 4% Gefälle kräftig mittreten um anständig vorwärts zu kommen. Ich hasse Gegenwind. Ich fahre definitiv lieber bergauf als "sinnlos" gegen den Wind anzukämpfen.

Nach St. Michel de Maurienne durfte ich dann wieder bergauf fahren. Es galt den Col de Télégraphe zu bezwingen, dem Vorpass zum nächsten Höhepunkt, dem mythischen "Tour-de-France"-Pass Col de Galibier. 

Wird eingehalten

Für einige Minuten hatte ich das Schild für mich alleine. 

Auf der Abfahrt vom Iseranpass

Festung aus dem 19. Jahrhundert

Hier kann man die Energie-Gels und leeren Red Bull Dosen während der Fahrt reinwerfen

Nach jedem Kilometer informieren Tafel über den Fortschritt und das noch bevorstehende. 

Die ganz verrückten kaufen sich ein Andenken für die Vitrine




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